Mit dem Gewinn des DFB-Pokals sicherte sich der 1. FC Nürnberg die Teilnahme am Premiere-Ligapokal. bundesliga.de über das Team.

Der 1. FC Nürnberg hat eine herausragende Saison hinter sich. Der Gewinn des DFB-Pokals war der erste Titel der Vereinsgeschichte seit 39 Jahren und beschert dem "Club" die finanziell lukrativen Teilnahmen am UEFA- sowie am Premiere-Ligapokal.

Als Pokalsieger ist die Meyer-Truppe sogar für das Halbfinale des Premiere-Ligapokals gesetzt und genießt dort Heimrecht. Am 24. Juli wird der FCN den Sieger der Vorrundenpartie zwischen dem FC Schalke und dem Karlsruher SC im easyCredit-Stadion empfangen.

Beste Saison seit 19 Jahren

Aber damit nicht genug, auch in der Bundesliga wusste der "Club" zu überzeugen. Mit Platz 6 wurde die beste Platzierung seit der Saison 1987/88 klargemacht.

"Es stimmt alles bei uns. Es ist schön, dass wir aus schweren Zeiten endlich auferstanden sind. Wir sind endlich aus den Problemen raus und können uns hoffentlich in den nächsten Jahren im oberen Drittel der Bundesliga etablieren", sagt Club-Chef Michael A. Roth.

In dieser Saison überzeugte der 1. FC Nürnberg vor allem mit taktischer Intelligenz. Die Defensive stand zumeist sicher und bildete gemeinsam mit dem FC Schalke (32 Gegentore) die beste Verteidigung der Liga.

Mannschaftliche Geschlossenheit

Aber auch im Spiel nach vorne war auf die Offensivkräfte Verlass. Der schnelle Iwan Saenko bei Kontern, der robuste und kopfballstarke Keilstürmer Markus Schroth oder der agile Robert Vittek - einer sorgte immer für Gefahr in den gegnerischen Strafräumen.

Garant für die erfolgreiche Spielweise ist aber vor allem eines: die mannschaftliche Geschlossenheit. Hans Meyer hat eine gute Mischung aus etablierten und weniger bekannten Spielern gefunden und daraus eine homogene Mannschaft geformt. Dazu kommt mit Tomas Galasek ein vielfacher tschechischer Nationalspieler, der mit viel Übersicht und Erfahrung aus dem defensiven Mittelfeld heraus das Spiel der Mannschaft lenkt.

Schmerzhafte Abgänge

"Haben sie mal die Augen von Herrn Roth gesehen? Das ist für ihn auch persönlich eine ganz tolle Geschichte, er hat dermaßen viel Herzblut in den Club investiert, dass vor allem ihm dieser Titel zu gönnen ist", sagte Meyer nach dem DFB-Pokal-Triumph.

Mit Raphael Schäfer (VfB Stuttgart), Markus Schroth (1860 München), Ivica Banovic (SC Freiburg) und Thomas Paulus (Erzgebirge Aue) erleidet der "Club" zwar schmerzhafte Abgänge. Aber die Vereinsverantwortlichen haben ihre Hausaufgaben gemacht und sich vielversprechende Neuzugänge auf dem Transfermarkt gesichert.

Die Neuzugänge

Gespannt werden die "Club"-Fans insbesondere auf den neuen Spielgestalter Zvejzdan "Zwetschge" Misimovic vom VfL Bochum sein. Der Bosnier rangiert mit zehn Vorlagen in der Assist-Statistik der abgelaufenen Saison auf Rang 3 und steuerte dazu noch sieben Treffer bei.

"Von der Spielweise her ist mein Vorbild Zinedine Zidane. Es ist unglaublich, wie er mit dem Ball umgeht, das sieht einfach perfekt aus", sagt Misimovic.

Dazu kommen mit Peer Kluge (Borussia Mönchengladbach), Jaromir Blazek (Sparta Prag) und Lars Jacobsen (FC Kopenhagen) drei etablierte Spieler sowie mit Nicky Adler (1860 München) und Ralf Schmidt (Carl-Zeiss Jena) zwei talentierte Akteure aus der 2. Bundesliga.

Thomas Albrecht