Fast sieben Milliarden Menschen leben auf der Erde. Davon hat fast eine Milliarde nicht genug zu essen. Alle sechs Sekunden stirbt ein Kind wegen mangelnder Ernährung. Das sind mehr als neun Millionen jedes Jahr.

Es gibt genügend Ressourcen, um den Hunger zu besiegen, aber dafür müssen alle gesellschaftlichen Bereiche zusammenarbeiten. Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), eine Hilfsorganisation der Vereinten Nationen, setzt sich seit über 60 Jahren für Hunger leidende Völker ein.

Mit dem Fußball hat sie einen starken Partner im Kampf gegen den Hunger gefunden. Zusammen mit der EPFL (Association of European Professional Football Leagues) hat die FAO die Kampagne "Profi-Fußball gegen Hunger" ins Leben gerufen. Mit Fußball erreicht die FAO in Europa ein Millionenpublikum, um auf ihre Hilfsaktion aufmerksam machen.

"Spieltag gegen Hunger" in 12 europäischen Ligen

Die EPFL unterstützt die FAO seit 2008 und hat mit ihr mehrere Initiativen gestartet, um die Öffentlichkeit auf das Thema Hungersnot aufmerksam zu machen und um Spenden zu sammeln.

Das eigentliche Hauptereignis der Kampagne, der "Spieltag gegen Hunger", steht aber noch bevor: Am europäischen Fußballwochenende gegen Hunger, vom 20. bis 22. März 2009, spielen Fußballclubs aus zwölf EPFL-Mitgliedsländern für die Hilfsaktion "Profi-Fußball gegen Hunger". Beteiligt sind Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Bulgarien, Italien, England, Wales, Schottland, Russland, Polen und die Niederlande.

Was passiert an diesem Spieltag in der Bundesliga?

Wie läuft der "Spieltag gegen Hunger" in der Bundesliga konkret ab? Am 25. Spieltag werden vor den Bundesligapartien alle Spieler in speziellen T-Shirts ins Stadion einlaufen. Darauf steht das Motto der Kampagne, "Food for all", und die Zahl 963 Millionen. 963 Millionen steht für die derzeitige Zahl von Hunger leidenden Menschen in der Welt.

Außerdem wird es eine gemeinsame Videobotschaft der FAO und EPFL geben, die über die Stadionleinwand ausgestrahlt wird. Darin wird die gemeinsame Kampagne vorgestellt und erklärt, welche Ziele die Organisationen mit dem Projekt verfolgen.

Müller wirbt für Spenden

Unterstützt wird die Aktion von verschiedenen aktiven und ehemaligen Fußballprofis. In Deutschland ist Hansi Müller der Botschafter für die Kampagne. Der Europameister von 1980 engagiert sich schon seit längerem für "Profi-Fußball gegen Hunger" und hat zuletzt im Januar 2009 Projekte der FAO in der ägyptischen Hauptstadt Kairo besucht. "Nach den Eindrücken hier vor Ort ist mir die Bedeutung unseres gemeinsamen Engagements umso deutlicher geworden. Als Sportler, der das Glück hatte, auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen, ist dies die perfekte Gelegenheit, etwas zurückzugeben", erklärt der 51-Jährige.

Müller wird am 25. Spieltag in einem der Stadien anwesend sein und Werbung für das Projekt machen. Die Spenden, die durch diese Aktion zusammenkommen, fließen zu 100 Prozent in Mikro-Projekte der FAO. Diese helfen armen Familien und Gemeinschaften, ihre eigene Nahrung zu produzieren.