Köln - Zum ersten Mal in dieser Saison hat Meister Borussia Dortmund zwei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen. Dem in der Schlussminute erkämpften Triumph in Mainz ließ die Mannschaft von Jürgen Klopp am Samstag ein souveränes 4:0 gegen den FC Augsburg folgen.

454 Mal fanden die Borussen im Signal Iduna Park einen Mitspieler. Häufiger als alle anderen Teams des 8. Spieltages. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison ist es nicht der FC Bayern München, der die meisten erfolgreichen Pässe spielte. Darüber hinaus hatte der BVB mit 63 Prozent Ballbesitz die größten Spielanteile an diesem Wochenende und konnte seine Dominanz diesmal auch in Torerfolge ummünzen. Allen voran der dreifache Torschütze Robert Lewandowski, der allein sieben Torschüsse abgab. Gemeinsam mit Mönchengladbachs Marco Reus und Leverkusens Stefan Kießling der Spieltags-Bestwert.

Dominanter Ballack

Ein anderer Leverkusener glänzte mit Präsenz und Dominanz: Michael Ballack hatte im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg 86 Ballkontakte. Der beste Spieltagswert eines Mittelfeldspielers. Außerdem gewann der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft 59 Prozent seiner Zweikämpfe, brachte 85 Prozent seiner Pässe an den Mann und war 48 Mal im intensiven Lauf unterwegs. Eine meisterliche Leistung im Mittelfeld der Leverkusener.

Beim hart umkämpften Duell des SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach konnten sich die Breisgauer auch aufgrund einer überragenden läuferischen Leistung durchsetzen. 126,5 km waren die Freiburger unterwegs, nur die Spieler des 1. FC Nürnbergs (127,6 km) betrieben noch mehr Aufwand. Mit Julian Schuster (13,1 km), Yacine Abdessaki (13,0 km) und Siegtorschütze Johannes Flum (12,9 km) sind drei Spieler des Sportclubs die Top-Dauerläufer des Spieltages.

Schnelle Innenverteidiger

Das Wochenende begann und endete mit Heimniederlagen, ansonsten blieben die Gastgeber ohne Niederlage. Erfolgsrezept beim Stuttgarter Auswärtssieg in der Pfalz war eine lauffreudige Offensive um Pavel Pogrebnyak (12,6 km), Martin Harnik (12,6 km) und Tamas Hajnal (12,4 km). Der Russe und der Österreicher waren die einsatzfreudigsten Offensivkräfte des Wochenendes. Harnik war mit 34,3 km/h zusätzlich der viertschnellste Spieler des Spieltages und zog außerdem am Betzenberg 32 Sprints an. Nur der Mainzer Nicolai Müller spurtete noch häufiger - 34 Mal.

Der schnellste Spieler des Wochenendes war der Bremer Innenverteidiger Andreas Wolf , der bei der unglücklichen Niederlage bei Hannover 96 eine Höchstgeschwindigkeit von 35,2 km/h erreichte. Hoffenheims Isaac Vorsah stellte mit 34,6 km/h gemessener Geschwindigkeit eindrucksvoll unter Beweis, warum er den Spitznamen "Usain" trägt. Die Sprints waren am 8. Spieltag generell ein wichtiger Schlüssel zum Sieg: Mit Ausnahme der Spiele Hertha BSC gegen den 1. FC Köln und Hamburger SV gegen den FC Schalke 04 waren die Mannschaften, die sich drei Punkte sichern konnten, häufiger im vollen Tempo unterwegs als ihre Gegner. Hohes Tempo zahlte sich also aus. Darüber hinaus mühte sich an diesem Wochenende keine Mannschaft vergeblich, denn alle Siegerteams sind mehr gelaufen als ihre Kontrahenten.

Florian Reinecke