München - Ein Finale, zwei Bundesliga-Clubs, 22 Gladiatoren: Diese "Helden von Wembley" entscheiden das Champions-League-Endspiel 2012/13 zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. bundesliga.de zeigt den Werdegang und die Leistungsdaten der Protagonisten.

Der Werdegang:



Dortmunds Innenverteidiger Mats Hummels kam am 16. Dezember 1988 in Bergisch Gladbach zur Welt. Da sein Vater Herrmann Hummels als Jugendtrainer beim FC Bayern arbeitete, verbrachte auch der Filius seine Kindheit und Jugend in München. Vom siebten Lebensjahr spielte Hummels Junior beim FC Bayern und wurde 2006/07 von Herrmann Gerland in die Regionalliga-Mannschaft berufen. Sein Bundesliga-Debüt feierte Hummels am 19. Mai 2007 beim 5:2-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05. Weil er in der folgenden Spielzeit aber nicht mehr zum Einsatz kam, lieh ihn der Rekordmeister an Borussia Dortmund aus, wo er sich nach einer längeren Verletzungszeit schließlich durchsetzte. Im Februar 2009 einigten sich der BVB und der FC Bayern auf einen endgültigen Wechsel - und Hummels startete richtig durch. Mittlerweile hat der heute 24-Jährige 148 Bundesligaspiele auf dem Buckel und erzielte dabei 13 Tore. Mit dem BVB wurde er 2011 Deutscher Meister und feierte ein Jahr später mit der Titelverteidigung und dem DFB-Pokalsieg das Double.

In der Nationalelf kam Hummels 23 Mal zum Einsatz (bei der EM 2012 stand er drei Mal auf dem Platz) und darf sich mittlerweile in der Innenverteidigung als Stammspieler fühlen.

Hummels' CL-Saison: Das fällt auf



  • In der letzten Saison kassierte Dortmund in sechs Champions-League-Gruppenspielen zwölf Gegentore (Hummels war immer dabei) - genauso oft wurde der BVB auch in dieser Saison bezwungen, allerdings in zwölf Spielen.

  • Dabei war Hummels letztes Jahr sogar zweikampfstärker (67 Prozent) als in dieser Saison (65 Prozent).

  • Der Dortmunder Innenverteidiger agierte in dieser Saison sehr wechselhaft; exemplarisch war das Halbfinale.

  • Im Hinspiel gegen Real Madrid (4:1) patzte er vor dem 1:1. Das machte er im Rückspiel mehr als gut: Im Bernabeu gewann er 20 von 24 Zweikämpfen (83 Prozent).

  • Sein einziges Tor war sehr wichtig: Im Achtelfinal-Hinspiel in Donetsk köpfte er in der 87. Minute den 2:2-Ausgleich. Davor sah er beim Gegentor zum 1:2 schlecht aus.

  • Im "legendären" Viertelfinal-Rückspiel gegen Malaga (3:2) wurde er in 86. Minute beim Stand von 1:2 eingewechselt, war in der Schlussphase der erste Mann im Spielaufbau und sorgte mit dafür, das Spiel zu drehen.



Die 22 Helden von Wembley:

BVB:Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Bender - Blaszczykowski, Reus, Großkreutz - Lewandowski

Bayern:Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Alaba - Martinez, Schweinsteiger - Robben, Müller, Ribery - Mandzukic