Zwei Tore und zwei Vorlagen - innerhalb von nur 31 Minuten. Borussia Mönchengladbach verfügt wieder über einen Stürmer, den manche bereits abgeschrieben hatten: Raul Bobadilla. 34 Prozent der bundesliga.de-User gaben bei der Wahl zum "Spieler des 20. Spieltags" dem 22-jährigen Argentinier ihre Stimme.

Nach seinem starken Auftritt gegen Bremen sprudelte es aus dem befreit wirkenden Bobadilla heraus: "Ich bin überglücklich. Ich bin mit mir und der Mannschaft sehr zufrieden."

Mit guten Erinnerungen nach Mainz

Nach 80 Minuten kräftezehrender Arbeit verließ der Kämpfer unter stehenden Ovationen den Platz und antwortete den wartenden Reportern auf Deutsch: "Es war ein schöner Sieg. Ein Supertag. Es war schwer, so lange auf ein Tor warten zu müssen."

Seinen bisher einzigen Bundesliga-Treffer erzielte der Angreifer, der im vergangenen Sommer von den Grasshoppers Zürich zu den "Fohlen" wechselte, am 28. August 2009 im Heimspiel der Borussia gegen Mainz 05.

Nun am 20. Spieltag war es endlich wieder so weit: Zunächst bereitete der bullige Angreifer die ersten beiden Treffer der Gladbacher gegen Werder Bremen vor, anschließend erzielte er die nächsten beiden Tore selbst und schraubt sein persönliches Trefferkonto auf drei. Lange soll dieser Stand allerdings nicht aktuell bleiben: "Jetzt im neuen Jahr kommen neue Tore." Und am Wochenende geht es wieder gegen Mainz...

Gelungene Revanche

Den zweiten Rang erkämpfte sich Arjen Robben, der mit seinen Münchner Bayern eben jene Mainzer mit 3:0 zurück nach Rheinhessen schickte. 31 Prozent der Stimmen entfielen auf den niederländischen Wirbelwind in langen Unterhosen.

Der 26-Jährige feierte mit dem Rekordmeister den siebten Bundesligaerfolg in Serie und hatte mit einem Treffer und einem Assist erheblichen Anteil am "Dreier". Im Spiel gegen die Mannschaft aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt brachte Robben 89 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, schlug 20 Flanken und sorgte somit für eine gelungene Revanche für die Hinrundenpleite beim "Karnevalsverein" - wegen dieser holte man den Mittelfeldakteur überhaupt erst von Real Madrid nach Bayern.

Drei Schüsse - drei Tore

Über den Bronzerang und 16 Prozent der abgegebenen Stimmen darf sich Nürnbergs Albert Bunjaku freuen. Der schweizer Nationalspieler zielte gegen Hannover 96 drei Mal aufs gegnerische Tor und drei Mal hatte Florian Fromlowitz im Kasten der Niedersachsen das Nachsehen. Ein mehr als gelungener Nachmittag für den 26-jährigen "Club"-Matchwinner.

Platz 4 belegt der Schalker Jefferson Farfan, der beim 2:0-Sieg der "Königsblauen" gegen 1899 Hoffenheim im Mittelfeld wieder einmal erfolgreich Regie führte und mit seiner Darbietung neun Prozent der bundesliga.de-User von sich überzeugte.

Kießling und Kringe auf den Plätzen

Drei Prozentpunkte weniger entfielen auf den Top-Torjäger der Bundesliga, Stefan Kießling. Der Stürmer vom immer noch ungeschlagenen Tabellenführer Bayer Leverkusen erzielte in der Sonntagspartie gegen den SC Freiburg den wichtigen Führungstreffer und traf damit nach einer fünf Spiele währenden Durststrecke wieder ins Netz.

Rang 5 und vier Prozent erkämpfte sich Florian Kringe von Hertha BSC. Der 27-jährige Mittelfeldspieler brachte beim torlosen Unentschieden der Hauptstädter gegen den VfL Bochum 81 Prozent seiner Zuspiele zum richtigen Adressaten und suchte selbst zwei Mal den Torabschluss.