Frankfurt blieb 2015/16 unter den Erwartungen und musste am Ende sogar in die Relegation - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA
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Bundesliga

Saison-Rückblick: Frankfurt rettet sich im letzten Moment

Köln - Die Spielzeit 2015/16 ging spektakulär zu Ende. Zeit für eine ausführliche Bilanz. bundesliga.de analysiert die Leistung aller Clubs und blickt auch schon nach vorne. So lief das Jahr für Eintracht Frankfurt.

Saisonverlauf: Kovac schafft die Wende

Mit dem neuen, alten Trainer Armin Veh wollte die Eintracht an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. Einst hatte Veh die Eintracht in den Europapokal geführt. Die Rückkehr zum alten Verein scheiterte aber. Nach guten Saisonstart mit sieben Punkten aus vier Spielen begann ein Negativlauf, der nur durch punktuelle Erfolgserlebnisse wie dem 0:0 gegen den FC Bayern Ende Oktober oder dem Heimsieg zum Hinrundenfinale gegen Werder Bremen (2:1) unterbrochen wurde.

Statt Hoffnungsträger war Veh in Frankfurt plötzlich der Buhmann, nach einem enttäuschenden 1:1 zuhause gegen Ingolstadt musste er Anfang März gehen, in Niko Kovac folgte ein junger Trainerneuling auf der Bundesligabühne. Der Kroate stabilisierte eine Mannschaft im Sinkflug und hätte nach drei Siegen in den letzten vier Spielen fast die direkte Rettung noch geschafft. Aber weil das Saisonfinale mit 0:1 beim SV Werder verloren ging, mussten die Frankfurter, die lange ohne ihren verletzten Torjäger Alexander Meier haben auskommen müssen, in die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg. Dort gewann wann nach Hin- und Rückspiel letztlich aber verdient mit 2:1.

Der Top-Spieler

Spruch der Saison: Armin Veh

Top-Fakten

    Einzig Stuttgart ließ die Gegner öfter ins Abseits laufen (131 Mal) als Frankfurt (122 Mal).

    Nur drei Teams gaben mehr Torschüsse per Kopf ab als die Eintracht (92).

Das Topspiel der SGE-Saison

Durch den Sieg gegen den BVB zwei Spieltage vor Schluss war der direkte Abstieg quasi ausgeschlossen. Die Stimmung im Stadion und die kämpferische Leistung auf dem Rasen waren überragend und schweißten Mannschaft und Fans in höchster Not noch einmal so richtig zusammen.

>>> Die drei SGE-Topspiele im Video

Highlight der Saison: Packendes Torfestival

So geht's weiter

Die Rettung in letzter Sekunde hat gezeigt: Die Eintracht muss sich weiterentwickeln, um jene Rolle spielen zu können, die sie sich selbst zum Ziel setzt: Ein kontinuierliches Mitglied der Bundesliga zu bleiben, und immer wieder einmal Europapokalträume wahr werden zu lassen. Dafür muss der Nachfolger des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen die Weichen stellen.

Tobias Schächter

>>> Alle 18 Saison-Rückblicke im Überblick

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