Köln - Das erste Drittel der Bundesliga-Saison ist bereits gespielt. Zeit also für den großen Formcheck: bundesliga.de präsentiert Lagebericht, Top-Fakten, Top-Star und Top-Neuzugang der bisherigen Saison von Eintracht Frankfurt.

Lagebericht

Eine sportliche Berg- und Talfahrt hat die Eintracht bisher in dieser Saison hingelegt. Einem guten Start mit sieben Punkten aus vier Spielen und zwei deutlichen Siegen folgte eine Durststrecke mit fünf Spielen ohne Dreier. Seit drei Partien ist Frankfurt nun wieder ungeschlagen, holte daraus fünf Zähler.

Die im Vorjahr anfällige Defensive hat Trainer-Rückkehrer Armin Veh deutlich verbessert. Bis auf das 1:5 gegen Gladbach kassierte die Eintracht nur zwölf Tore in den übrigen elf Spielen - 2014/15 waren es nach dem 12. Spieltag schon 24 Gegentore. Dafür hat die spektakuläre Offensive zuletzt geschwächelt. Nach vier Spieltagen standen bereits zwölf Tore zu Buche - vor allem dank des 6:2 gegen Köln und des 4:1 beim VfB. Seitdem hat Frankfurt in acht Spielen nur noch vier Tore erzielt.

Überhaupt ist das Offensivspiel wenig zielgerichtet. Ganze 133 Torschüsse gaben die Hessen ab - nur vier Teams schossen noch seltener -, erspielten sich zudem nur 14 Großchancen.

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Top-Fakten

  • Frankfurt war sehr erfolgreich bei Konterangriffen, nur Hoffenheim erzielte mehr Kontertore (sieben) als Frankfurt (sechs).

  • Die Eintracht begann meist stark und traf drei Mal in der Anfangs-Viertelstunde, nur die TSG traf im gleichen Zeitraum öfter (vier Mal).

  • Klare Chancen wurden gut genutzt, nur Hannover 96 nutzte seine Großchancen besser (75 Prozent) als Frankfurt (71 Prozent).

Topspieler: Alex Meier

Alex Meier wurde von Armin Veh zum Kapitän bestimmt, er ist der Nachfolger des abgewanderten Kevin Trapp. Meier feierte am 4. Spieltag nach fünf Monaten Verletzungspause ein Traumcomeback und traf gegen Köln drei Mal. Es war nicht nur für ihn der erste Dreierpack in der Bundesliga, sondern ligaweit auch der erste der Saison.

Seit dem 5. Spieltag war Meier in allen Partien über 90 Minuten am Ball, und er erzielte gegen Hertha und Mönchengladbach seine Saisontore Nummer vier und fünf – der Torschützenkönig der vergangenen Bundesliga-Saison ist schon wieder Frankfurts bester Torschütze.

Bester Spruch

Top-Neuzugang: Luc Castaignos

Luc Castaignos erzielte am 3. und 4. Spieltag in Stuttgart und gegen Köln jeweils zwei Tore, ist mit vier Bundesliga-Treffern nach Meier bester Torschütze der Hessen. Castaignos startete damit besser in der Bundesliga als einst seine prominenten Landsleute Makaay, Huntelaar oder Robben. Im Eintracht-Dress hatte zuletzt 1999/00 Bachirou Salou genauso oft nach vier Spieltagen getroffen wie 2015/16 der Niederländer.

Für seine vier Tore benötigte der 23-Jährige nur zwölf Torschüsse, war stets mit rechts erfolgreich und nutzte drei seiner vier Großchancen – vor dem gegnerischen Tor war er also abgebrüht.

Bei allen vier Toren traf der schnelle und sprintfreudige Castaignos nach Konterangriffen – kein anderer Bundesliga-Spieler erzielte so viele Kontertore.

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Über Eintracht Frankfurt berichtet Tobias Schild

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