Köln - Das erste Drittel der Bundesliga-Saison ist bereits gespielt. Zeit also für den großen Formcheck: bundesliga.de präsentiert Lagebericht, Top-Fakten, Top-Star und Top-Neuzugang der bisherigen Saison des VfB Stuttgart.

Lagebericht

Der VfB Stuttgart wollte nach der Last-Minute-Rettung der Vorsaison mit Wunschtrainer Alexander Zorniger ein neues Kapitel aufschlagen. Weg von Defensiv-Taktik und Abstiegssorgen - so wurde die Saison angegangen. Der erste Teil funktioniert bereits recht gut. Die Schwaben gehören zu den angriffslustigsten Teams der Liga. Bei Toren, Torschüssen und Grosschancen gehören sie zum oberen Drittel der Bundesliga-Clubs.

Aber in der Defensive hakt es dagegen. Die Balance hat die Mannschaft von Zorniger noch nicht gefunden, acht Niederlagen sind für die ambitionierten Stuttgarter kein schöner Wert. Aber es ging zuletzt aufwärts. Nach fünf verlorenen Spielen zu Saisonbeginn stabilisierten sich Daniel Didavi und Co.. Die Spielweise wird von gegnerischen Trainern gelobt und wenn Zorniger es schafft, sein Umschaltspiel auch defensiv in die Köpfe der Spieler zu bekommen, wird Stuttgart ziemlich sicher regelmäßiger punkten als bislang.

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Top-Fakten

  • Die Schwaben waren schwer auszurechnen, nur für Mönchengladbach trafen mehr unterschiedliche Spieler (elf) als für Stuttgart (neun). Für ein "Kellerkind" der Tabelle sind die beiden folgenden Fakten äußerst bemerkenswert und machen Hoffnung:

  • Nach den Bayern (236) gab Stuttgart die zweitmeisten Torschüsse ab (199).

  • Nur zwei Mannschaften erspielten sich mehr Großchancen als Stuttgart (23).

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Topspieler: Daniel Didavi

Daniel Didavi war an 73 Torschüssen seiner Mannschaft beteiligt, nur Bayerns Douglas Costa war ligaweit an einem Torschuss mehr beteiligt. 48 Mal zog Didavi selbst ab (nur Lewandowski häufiger), darunter sind die meisten Weitschüsse (27) der gesamten Liga.

Sieben seiner Aktionen führten zu Toren (vier Tore, drei Torvorlage), Didavi war damit an sieben der 17 VfB-Tore direkt beteiligt – er ist somit der Top-Torschütze, Top-Vorbereiter und Topscorer der Stuttgarter.  

In zwölf Spielen dieser Saison sammelte er genauso viele Scorer-Punkte (sieben) wie in 29 Partien zuvor als Stuttgarter (fünf Tore, zwei Torvorlagen).

Bester Spruch

Top-Neuzugang: Timo Werner

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Timo Werner ist zwar faktisch kein Neuzugang. Da er aber lange Zeit quasi keine Rolle beim VfB spielte, kann man ihn wie einen neuen Spieler behandeln. Die Sommer-Transfers der Schwaben haben sich auch angesichts der mannschaftsweiten Schwierigkeiten noch nicht entscheidend in den Vordergrund spielen können.

Timo Werner stand an den letzten sieben Spieltagen in der Startelf (im Sturm), davor gehörte er ein halbes Jahr lang nie zur Startelf. Mit seinem Abstauber nach dem Schuss von Daniel Ginczek beendete er in Hannover eine 1.105 Minuten andauernde Torsperre.

In den letzten sieben Bundesliga-Partien sammelte Werner fünf Scorer-Punkte (drei Tore, zwei Assists) – davor blieb er 24-mal in Folge ohne Torbeteiligung.

Der VfB punktete in vier Bundesliga-Spielen 2015/16, in drei Spielen war Timo Werner an mindestens einem Tor beteiligt, nur beim 1:0-Sieg gegen Ingolstadt nicht.

Interaktive Tabelle

Viele spannende Informationen zu Ihrem Club finden Sie in der interaktiven Tabelle von bundesliga.de (hier klicken). und in der erscheinenden Tabelle in der letzten Spalte hinter dem Vereinsnamen auf das "+" - schon öffnen sich die Statistiken.

Über den VfB Stuttgart berichtet Sebastian Stenzel

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