Ist der neue starke Mann bei Galatasaray: Bülent Korkmaz
Ist der neue starke Mann bei Galatasaray: Bülent Korkmaz

Der Furchtlose und seine "Löwen"

Ein 2:5 gegen den Tabellenletzten Kocaelispor Ende Februar bedeutete das Aus für den deutschen Trainer Michael Skibbe bei Galatasaray.

Die Suche nach dem Nachfolger gestaltete sich nicht schwierig. Vorstandschef Adnan Polat holte den Mann, der wie kein Anderer für den 17-maligen türkischen Meister steht: Bülent Korkmaz.

Galatasaray-Legende neuer Trainer

Zwischen 1987 und 2005 spielte der frühere Verteidiger 630 Mal für Galatasaray und holte unzählige Titel. So gewann er als Kapitän mit der Mannschaft 2000 gegen den FC Arsenal den UEFA-Pokal, als er mit ausgekugeltem Arm noch in der Verlängerung spielte. Mit ihm will Galatasaray den Cup erneut holen - das ist da erklärte Ziel des Clubs - sogar die Meisterschaft gerät da ins Hintertreffen.

Doch auch Korkmaz, zu deutsch "furchtlos", hat keine leichte Aufgabe. Zwar stehen ihm klangvolle Namen zur Verfügung, aber das Verletzungspech, das die "Löwen" in dieser Saison heimsucht, ist bemerkenswert. Phasenweise fehlten schon Korkmaz-Vorgänger Skibbe bis zu 13 Spieler.

Meira wechselt nach Russland

Auch vor dem Duell gegen den Hamburger SV (Do., ab 17:45 Uhr im Live-Ticker) sieht es nicht anders aus. Im zentralen defensiven Mittelfeld fehlt in Mehmet Topal die Schaltzentrale. In der Abwehr fällt nicht nur der Chef Servet Cetin aufgrund eines Mittelfußbruchs lange aus, sondern auch dessen Vertreter Emre Güngör (Bänderriss). Topstürmer Milan Baros ist Gelb-gesperrt.

Als wären das nicht schon genug Probleme, hat sich Galatasaray nun auch noch mit dem FC Zenit St. Petersburg auf einen Wechsel von Fernando Meira geeinigt. Der Portugiese, der vor der Saison vom VfB Stuttgart an den Bosporus gewechselt war, wird in den nächsten Tagen einen Vertrag bei den Russen unterschreiben und in Hamburg nicht spielen.

bundesliga.de stellt die elf Galatasaray-Spieler vor, die voraussichtlich in der HSH Nordbank Arena auflaufen werden.