München - Die SpVgg Greuther Fürth schöpft nach dem Punktgewinn zum Debüt von Interimscoach Ludwig Preis neue Hoffnung. Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hadert mit dem Remis bei Borussia Mönchengladbach. Die Stimmen zum 23. Spieltag.

SpVgg Greuther Fürth - Bayer Leverkusen 0:0

Interimstrainer Ludwig Preis (SpVgg Greuther Fürth): "In der Mannschaft ist was passiert. Auf dem Weg müssen die Jungs weitermachen, wir geben uns nicht auf. Das war der erste Fingerzeig, dass wir leben. Sie haben ja alles reingeschmissen. Schade, dass es für unsere Rasselbande wieder nicht zum Sieg gelangt hat."

Trainer Sascha Lewandowski (Bayer Leverkusen):: "Das Spiel hatte unterschiedliche Phasen. Die ersten 30 Minuten hatten wir zu wenig Tempo. Dann hatten wir vor der Pause eine Phase, in der wir in Führung gehen müssen. Ab der 65. Minute haben wir unruhig agiert. Dadurch haben wir Fürth Kontermöglichkeiten gegeben. Unterm Strich sind wir enttäuscht, auch wenn es unangenehm zu spielen war, weil Fürth das sehr gut gemacht hat."


Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 1:1

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "In der ersten Halbzeit waren wir zu passiv. Da haben wir sehr tief verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben wir aggressiver und aktiver gespielt. Am Ende hatten beide die Chance zum 2:1. Mit dem 1:1 können wir leben."

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Über 60 Minuten haben wir ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht. Im Laufe des Spiels haben wir ein bisschen weniger Fußball gespielt. Dadurch ist Gladbach aufgekommen. Es gibt schlimmere Dinge, als in Gladbach unentschieden zu spielen. Glücklich sind wir aber nicht."


FC Augsburg - 1899 Hoffenheim 2:1

Trainer Markus Weinzierl (FC Augsburg): "Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben die Zweikämpfe gewonnen und auch ordentlich gespielt. Das 2:0 war eine Befreiung. Dass wir bis zum Schluss zittern mussten, ist das Einzige, was ich der Mannschaft vorwerfe. Wir werden jetzt alles daran setzen, diesen Platz zu verteidigen."

Trainer Marco Kurz (1899 Hoffenheim): "Wir sind zu verhalten ins Spiel gegangen und hatten nicht die Tugenden wie der Gegner. Es war über 90 Minuten eine ungenügende Leistung. Es war keine Mannschaft auf dem Platz. Wir sind jetzt in einer sehr schlechten Situation, die wir annehmen müssen und angehen werden. Im Moment ist es aber ernüchternd."


FC Schalke 04 - Fortuna Düsseldorf 2:1

Trainer Jens Keller (FC Schalke 04): In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt, so hatten wir uns das vorgestellt. Wir wollten frühe Balleroberungen haben, nach vorne verteidigen und auf Sieg spielen. Wir sind dann auch mit dem Tor belohnt worden. Direkt nach der Pause hätten wir das 2:0 machen müssen, das ist uns leider nicht gelungen. Unterm Strich sind wir froh, dass wir noch den Siegtreffer erzielt haben.

Trainer Norbert Meier (Fortuna Düsseldorf): Glückwunsch an den FC Schalke 04. Wir wussten, dass der S04 von Anfang versuchen wird, Druck aufzubauen. Zehn Minuten vor dem Wechsel haben wir couragierter und besser nach vorne gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Bild geboten. Wir haben mutiger gespielt und den Ausgleich erzielt. Das hat sicherlich nicht zur Sicherheit des Gegners beigetragen. Wir müssen lernen uns für solche Leistungen zu belohnen.


Bayern München - Werder Bremen 6:1

Trainer Jupp Heynckes (Bayern München): "Nachdem wir die Mannschaft auf sechs Positionen verändert hatten, haben wir 20 Minuten gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden. Wir haben schöne Tore gesehen, das Gegentor hatten wir nicht auf der Rechnung, darüber sind wir auch ein bisschen verärgert. Aber bei bei einem so opulenten Sieg kann man ein solches Gegentor verschmerzen. Die Spieler, die vorher nicht gespielt haben, haben mein Vertrauen gerechtfertigt."

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Das war ein unbefriedigender Nachmittag, darüber brauchen wir nicht zu reden. Am Anfang hatten wir eine gute Linie, aber es zeigt sich, wenn man diese Linie verlässt, wird es immer schwerer, zumal mit zehn Leuten. "


VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 1:1

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Wir sind enttäuscht. Wir wollten schnell umschalten, uns haben aber die Zielstrebigkeit und Genauigkeit gefehlt, oder wir haben zu hastig abgeschlossen. Trotzdem hatten wir uns das 1:0 verdient. Wir waren auch dem 2:0 sehr nahe. Dann haben wir in der Vorwärtsbewegung einmal nicht richtig umgeschaltet, das hat gereicht. Nürnberg hat dies optimal ausgenutzt. Das Ergebnis ist unbefriedigend. Wir waren gut organisiert, haben wenig zugelassen. Es ist ärgerlich, dass wir uns nicht komplett belohnt haben."

Trainer Michael Wiesinger (1. FC Nürnberg): "Wir wollten unser Spiel auf den Platz kriegen, den Gegner müde machen. Wir hatten viel Ballbesitz, mit dem wir aber nicht viel anfangen konnten. Wir haben zu fehlerhaft agiert, den VfB zu Konteraktionen eingeladen. Wir haben uns eher lethargisch präsentiert, das 0:1 war folgerichtig. Was gut war - viel gab es davon nicht -, war die Phase bis zum Ausgleich. Danach wollten wir unbedingt gewinnen, aber da war es zu spät. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein. Es ist ein wichtiger Punkt, mehr war nicht drin."


Hannover 96 - Hamburger SV 5:1

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Das war eine tolle Leistung meiner Mannschaft. Jetzt werden wir alles daran setzen, in der Tabelle weiter nach oben zu kommen. Von der Tendenz her sind wir dazu auf jeden Fall auf dem richtigen Weg."

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): "Wir hätten viel besser in die Zweikämpfe kommen müssen, eine Niederlage in einer solchen Höhe ist für mich nicht akzeptabel. Jetzt erwarte ich am kommenden Wochenende eine Reaktion meiner Mannschaft. Mit Hau-ruck-Fußball geht es nicht, wenn man auf eine starke Mannschaft wie Hannover 96 trifft."


1. FSV Mainz - VfL Wolfsburg 1:1

Co-Trainer Arno Michels (1. FSV Mainz 05/Vertreter des grippekranken Thomas Tuchel): "Wir sind enttäuscht über das Ergebnis und die Art und Weise unseres Spiels. Wir waren nicht bereit, so sorgfältig gegen den Ball zu spielen wie zuletzt gegen Schalke. Zudem haben wir es über 90 Minuten nicht geschafft, uns sauber durchzukombinieren."

Trainer Dieter Hecking (VfL Wolfsburg): "Wir haben ab der ersten Sekunde gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Die Mannschaft hatte verinnerlicht, was wir wollten. Dennoch sind wir in Rückstand geraten, danach war es ein offener Schlagabtausch mit offenem Visier. Meine Mannschaft hat nach dem Platzverweis ein Spiel hingelegt, wie ich es nicht erwartet hatte. So wollen wir Fußball spielen. Das war ein großer Schritt nach vorne."


SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:0

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): "Wir waren überrascht, dass Frankfurt mit der Raute gespielt hat. Da brauchten wir 20 Minuten, um uns darauf einzustellen. Frankfurt war in der ersten Halbzeit besser. Wie wir in der zweiten Halbzeit gearbeitet haben und uns Torchancen erarbeitet haben, nötigt mir Respekt ab. Wir können nicht immer in der 80. Minute ein Tor schießen."

Trainer Armin Veh (Eintracht Frankfurt): "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel gut im Griff, haben die Situationen aber nicht richtig ausgespielt, sonst hätten wir uns auch gute Torchancen erarbeitet. In der zweiten Halbzeit war Freiburg dann besser."