Köln - Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich genieße die erste Saison des Offiziellen Fantasy Managers. Wenn ich an den ersten Spieltag im August zurückdenke und an das, was ich jetzt im Nachhinein weiß, dann hätte ich unserem "Scout" Flo vielleicht etwas besser zugehört.

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Ich bin zu Beginn der Saison sehr gut gestartet, habe direkt am ersten Spieltag mal 128 Punkte eingefahren. Aber rückblickend habe ich dann doch ein paar entscheidende Fehler bei der Zusammenstellung meines Kader gemacht. Nun sind es noch neun Spieltag bis zum Saisonende und die Länderspielpause bietet den perfekten Zeitpunkt, um meine Erfahrungen nochmal mit Euch zu teilen.

Der erste Fehler war, dass ich mein Budget in elf starke Spieler investiert habe, anstatt mehr in die Quantität des Kaders zu investieren. Ein Beispiel: Ich hatte keinen starken Ersatz für Mahmoud Dahoud als er beim 2:1-Sieg der Gladbacher gegen Bayer Leverkusen nicht berücksichtigt wurde. Mein Ersatzspieler von der Bank hat seiner Zeit keinen einzigen Punkt eingebracht. Adäquate Joker auf der Bank sitzen zu haben, ist also extrem wichtig, falls einer der Stammkräfte mal ausfällt oder nicht berücksichtigt wird.

Offensives Mittelfeld und Zwei-Keeper-Lösung

Im Mittelfeld hat sich herauskristallisiert, dass kreative und offensiv ausgerichtete Spielertypen wie Naby Keita oder Thiago Alcantara wesentlich wertvoller sind, als Spieler wie Christoph Kramer oder Arturo Vidal, die in ihren Teams die Rolle des Abräumers inne haben.

Meine Aufstellung zu Beginn der Saison
Meine Aufstellung zu Beginn der Saison

Ein überraschender Bestandteil meiner Strategie war die Implementierung eines Zwei-Torhüter-Systems. So konnte ich an jedem Spieltag von Zu-Null-Spielen profitieren. Um ehrlich zu sein, weiß ich aber noch nicht, ob ich dieses System auch in der nächsten Saison wieder einsetzen werde. Im Moment freue ich mich aber sehr, dass ich auf das Duo Peter Gulasci und Rune Jarstein gesetzt habe.

Wechsel und Transfers sind extrem wichtig

Meine Aufstellung am 25. Spieltag
Meine Aufstellung am 25. Spieltag

Wenn ich bei meiner Startelf von Spieltag eins geblieben wäre, hätte ich nur 1659 statt 2337 Punkte eingefahren. Allein das zeigt, wie wichtig es ist, am Ball zu bleiben, jede Woche sein Transferkontingent auszuschöpfen und auch regelmäßig Änderungen in der Startelf vorzunehmen. Fast genauso wichtig: Die Kapitänsbinde. Sie bestimmt, wessen Punkte verdoppelt werden. In diesem Fall habe ich aber in den meisten Fällen Robert Lewandowski gewählt - eine sichere Bank in Sachen Punkteausbeute.

Meine Elf am 25. Spieltag, mit Ausnahme von Lewandowski und Aubameyang, war von den Spielertypen her so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die Mischung aus Schnäppchen und Zweikampf-Spezialisten gefällt mir sehr gut, während wir auf das Ende der Saison zu eilen. Die drei Schlüssel-Transfers herauszupicken, ist jeden Freitag wieder eine reizvolle Aufgabe.

No risk, no fun!

Ich bin ein Fantasy-Spielertyp, der sehr gerne ins Risiko geht. Der Grat zwischen großer und kleiner Punkteausbeute ist so aber logischerweise schmal. Manchmal klappt es, ich bin damit aber auch oft genug auf die Nase gefallen. Nichtsdestrotz bleibe ich meinem Credo treu: No risk, no fun!

Der Autor

James "Der Coach" Thorogood ist beim Thema Taktik und Formationen unerreicht. Er ist Bundesliga-verrückt. Juan Arango, Raul und Sascha Mölders sind seine drei Lieblingsspieler aller Zeiten. Regelmäßig führt er beim Edelitaliener Taktik-Diskussionen mit Carlo Ancelotti. Auch mit Thomas Tuchel hat "JT" schon Salz- und Pfefferstreuer über den Tisch geschoben.