München - 360 Minuten müssen vier Teams noch zittern: Für Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, den FC Augsburg und 1899 Hoffenheim zählt im Saisonendspurt jeder Punkt, um sich den Ligaverbleib zu sichern.

Vor dem anstehenden 31. Spieltag blickt bundesliga.de auf die aktuelle Situation der Kellerkinder und präsentiert Fakten, die für den Ligaverbleib beziehungsweise den Abstieg sprechen.

SV Werder Bremen, Platz 14, 32 Punkte

"Wir werden uns jetzt nicht verstecken und wir werden jetzt auch nicht schweigen. Aber wir haben zuletzt alle sehr viel geredet und wollten uns heute einfach nur auf das Training konzentrieren", erklärt Kapitän Clemens Fritz. Auch Sportchef Thomas Eichin fordert von der Mannschaft eine andere Einstellung: "Die Mannschaft hat eine Bringschuld. Und wenn man da jetzt eine Reaktion sieht, ist das gut."

In den noch vier ausstehenden Partien kommt es beim SV Werder Bremen jetzt auf das "Wir-Gefühl" an. Nach der internen Kritik am Zusammenhalt der Mannschaft durch Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl greift das daher zu Teambuilding-Maßnahmen, um wieder zu einer Einheit zu werden. ...weiterlesen

Fortuna Düsseldorf, Platz 15, 30 Punkte

Vier Endspiele bleiben Fortuna Düsseldorf noch, um sich mit letzter Kraft über die Ziellinie zu retten. Mittlerweile acht Spiele ohne Sieg - aber immer noch mit drei Punkten Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Verfolger Augsburg - hat das Team von Trainer Norbert Meier als Fünfzehnter den Klassenerhalt weiterhin in eigener Hand.

Mittelfeldspieler Oliver Fink fordert: "Wir sollten endlich mal wieder gewinnen." Ob das am Wochenende gelingt, darf aber bezweifelt werden, denn am Samstag gastiert Borussia Dortmund in der Düsseldorfer ESPRIT arena. Die Fortuna baut jedoch im Heimspiel auf einen wichtigen Vorteil: die Unterstützung der Fans. ...weiterlesen

FC Augsburg, Platz 16, 27 Punkte

Der Rutsch vom Ober- ins Unterhaus ist in Augsburg vielmehr einkalkulierte Möglichkeit auf dem Weg zum angepeilten Ziel. Nach dem Aufstieg vor knapp zwei Jahren hatte Vorstandsvorsitzender Walther Seinsch angekündigt, dass sein Bestreben sei, "den FCA mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren". Ein zwischenzeitlicher Abstieg werde daran nichts ändern.

Bei den Spielern herrscht jedoch die Zuversicht vor, dass der Klassenerhalt noch gelingt. Auch gelegentliche Negativerlebnisse, wie etwa die Heimniederlagen gegen den 1. FC Nürnberg (1:2) und Hannover 96 (0:2) sowie das jüngste 0:1 in Mönchengladbach, taten dem Optimismus keinen Abbruch. "Wir müssen jetzt den Kopf wieder hoch nehmen und zuhause gegen Stuttgart punkten", soJan-Ingwer Callsen-Bracker. ...weiterlesen

1899 Hoffenheim, Platz 17, 24 Punkte

Als Markus Gisdol vor rund vier Wochen vierter Cheftrainer der 1899 Hoffenheim in dieser Saison wurde, lud er die regelmäßig berichtenden Journalisten zum Plausch bei Kaffee und Kuchen ein. Schon da sagte er: "Wir wollen unseren Fußball entwickeln, wenn dabei der Klassenerhalt rausspringt, umso besser."

Das Heimspiel gegen Nürnberg am kommenden Samstag ist eine Art Stimmungsendspiel für das Saisonfinale. Eine Niederlage - und die Spiele in Bremen, gegen den Hamburger SV und in Dortmund gerieten wohl zur Abschiedstour der Nordbadener aus Liga eins. ...weiterlesen

Tippen Sie die ausstehenden Spiele - Der Tabellenrechner