München - Mainz stellt den Startrekord mit seinem siebten Saisonsieg ein, Schalke verliert in Nürnberg, der FC St. Pauli glänzt dagegen weiter auf fremdem Platz. Die Stuttgarter kassieren erneut eine Heimpleite. bundesliga.de hat die Reaktionen zum 7. Spieltag.

VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt (1:2)

Christian Gross (Trainer VfB Stuttgart): Die Startphase bis zum ersten Gegentor war gut. Bei den Frankfurter Toren hat mir aber der absolute Wille gefehlt die Tore nicht zu bekommen. Im Moment läuft vieles gegen uns, wir müssen hart arbeiten, um das Glück wieder auf unsere Seite zu zwingen. Ich bin sicher, dass ich die Mannschaft noch erreiche.

Michael Skibbe (Trainer Eintracht Frankfurt): Dem VfB hat man in den ersten 20, 25 Minuten nicht angemerkt, dass er weit unten in der Tabelle steht. Sie haben sehr zielstrebig begonnen. Wir dagegen sind erst nach dem Tor von Gekas besser und dann auch direkt gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir guten Fußball gespielt, den Ball gut laufen lassen und den Druck des VfB gut rausgenommen.


Borussia Dortmund - Bayern München (2:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das Spiel war wahnsinnig intensiv, aber es gab wenig zum Genießen. Wir hatten Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Die Bayern waren in der ersten Halbzeit sehr stark und hatten durch Mario Gomez einige Torchancen. Unser Glück war es, dass es zur Pause 0:0 stand. Als wir dann angefangen haben, besser zu spielen, hatten wir auch eine Siegchance. Unsere Tore waren beide erzwungen. Natürlich könnten wir sagen, wir werden jetzt Meister. Aber wir sind ja nicht behämmert und können das einordnen. Wir haben Oktober.

Trainer Louis van Gaal (Bayern München): Wir haben die erste Halbzeit doiniert und vier, fünf große Chancen kreiert, sie aber nicht verwertet. Der erste Schuss auf unser Tor war drin. Die Saison ist noch sehr lang. Natürlich ist es ein sehr großer Rückstand, es wird sehr schwierig, aber wir müssen den Glauben haben. Letztes Jahr war es die gleiche Situation.


Bayer Leverkusen - Werder Bremen (2:2)

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Es war ein gutes bis sehr gutes Bundesligaspiel, wenn man bedenkt, dass beide Mannschaften unter der Woche im Europacup beschäftigt waren. Wir hätten vor der Pause das 2:0 machen müssen, dann wäre das Spiel wahrscheinlich anders gelaufen.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben es verpasst, das Spiel für uns zu entscheiden. Beide Teams haben in der zweiten Hälfte mit offenem Visier gespielt und versucht, die Entscheidung zu erzwingen.


1. FSV Mainz 05 - 1899 Hoffenheim (4:2)

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): In der ersten Halbzeit hat uns etwas das Zutrauen gefehlt. Auch das schnelle 1:0 hat keine Sicherheit gegeben. Hoffenheim hat uns vor große Probleme gestellt. Nach der Pause haben wir es dann besser gemacht und waren ständig torgefährlich. Ich habe während des Spiels nicht einmal an den Rekord gedacht, und das ist für mich auch jetzt kein Thema.

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Auch wenn es sich nach einem 2:4 komisch anhört, war unser Spiel am Ball über weite Strecken gut. Bis zum Elfmeter zum 2:4 war das Spiel offen. Bei den Gegentoren haben wir natürlich nicht gut ausgesehen. Diesen Vorwurf kann man der Mannschaft machen.


Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern (2:1)

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Ich kann nachfühlen, wie sich mein Kollege fühlt. Für uns war es fast tödlich, nach zwei Minuten schon zurückzuliegen. Es war ein Gegner, der gut steht und immer gefährlich mit seinen schnellen Leuten ist. Dewegen war es ein sehr schweres Spiel für uns. Es war ein ganz wichtiger Sieg, auch wenn er etwas glücklich war. Es war ganz wichtig, dass wir nie aufgegeben haben.

Trainer Marco Kurz (1 FC Kaiserslautern): Meine Mannschaft hat ein sehr, sehr gutes Spiel für einen Aufsteiger beim HSV gezeigt. Wir wollten immer wieder Nadelstiche setzen und den Gegner zwingen, einen Rückstand hinterherzulaufen. Das ist uns sehr gut gelungen. Bei zwei Lattentreffern hat uns einfach das Glück gefehlt. Es ist enorm, dass wir solche Spiele mit einer solchen Vielzahl an Chancen verlieren.


SC Freiburg - 1. FC Köln (3:2)

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Die Mannschaft hat von der ersten Minute an da weitergemacht, wo sie zuletzt aufgehört hat. Die erste Halbzeit war sehr ordentlich. Nach dem Sonntagsschuss zum 2:2 haben wir das Spiel kurz aus der Hand gegeben, aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie total gefestigt ist.

Trainer Zvonimir Soldo (1. FC Köln): Das Zweikampfverhalten vor dem ersten Gegentor hat mit Bundesliga nichts zu tun. Nach dem 0:2 haben wir eine Reaktion gezeigt. Dann wollten wir zuviel und wurden bestraft. Insgesamt war es über 90 Minuten zu wenig, um etwas mit nach Hause zu nehmen.


1. FC Nürnberg - Schalke 04 (2:1)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Nach dem Ausgleich haben wir Angst vor der eigenen Courage bekommen, haben das Spiel aus der Hand gegeben. Aber es zeichnet diese Mannschaft aus, dass sie an sich glaubt und dann auch noch das Siegtor macht. Wir haben das Spiel unter dem Strich verdient gewonnen.

Trainer Felix Magath (Schalke 04): Ich bin natürlich völlig unzufrieden. Was meine Mannschaft geboten hat, war kein Vergleich zu dem Spiel in der Champions League. Da haben wir viel investiert, heute haben wir uns zurückgehalten. Die zweite Halbzeit wurde durch die Hinausstellung bestimmt, die uns getroffen hat. Aber wir haben da unsere Möglichkeiten nicht genutzt und hinten unerklärliche Fehler gemacht, katastrophale Fehler. Wahrscheinlich war der eine oder anderr in Gedanken schon bei seiner Nationalmannschaft.


Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg (1:1)

Trainer Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Die Mannschaft hat heute ein Riesen-Spiel gegen den Ball gemacht. Das gibt Hoffnung für die nächsten Wochen. Die Mannschaft hat fantastisch reagiert.

Trainer Steve McClaren (VfL Wolfsburg): Ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Wir haben hier eine Chance verpasst. Ich bin enttäuscht, dass wir nach dem Tor nicht nachgesetzt haben. Wir haben es uns aber auch selbst schwer gemacht, wenn man den Ball so oft verliert, dann gerät man unter Druck.


Hannover 96 - FC St. Pauli (0:1)

Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): Nach dem frühen Gegentor war es umso schwerer, weil wir von St. Paulis Auswärtsstärke wussten. St. Pauli hat defensiv richtig gut gearbeit, sie haben es uns brutal schwer gemacht. Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr vom Spiel, und St. Pauli hat das Spiel gespielt, was eigentlich wir spielen. Der Konter zum Tor war einfach wunderbar. Es war ein verdienter Sieg für St. Pauli, weil wir keine Mittel gefunden haben.

Holger Stanislawski (Trainer FC St. Pauli): Nach der nicht so guten Leistung gegen Dortmund haben wir defensiv vieles richtig gemacht. Die Jungs haben immer wieder die weiten Wege gemacht. Das hat gut geklappt. Wir freuen uns über den dritten "Dreier". Er war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.