Frankfurt/Main - In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz teilte Christoph Daum mit, dass er als Trainer von Eintracht Frankfurt ab sofort nicht mehr zur Verfügung steht.

Vorausgegangen waren lange Gespräche mit Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen, an deren Ende man einvernehmlich beschlossen hatte, dass Eintracht Frankfurt den Wiederaufstieg mit einem neuen Trainer in Angriff nehmen wird. Vor der öffentlichen Bekanntgabe hat sich Christoph Daum von den Spielern verabschiedet.

Christoph Daum sagte zu seinem Abschied, dass die schlechte sportliche Bilanz nicht wegzudiskutieren sei, dass er aber realistische Möglichkeiten sieht, dass Eintracht Frankfurt schon bald wieder erstklassig spielen wird. Zum Schluss bedankte sich Christoph Daum nicht nur bei den Spielern, sondern auch bei den Fans von Eintracht Frankfurt, die ihm sehr am Herzen lagen.

Bruchhagen bleibt - Suche nach Sportmanager

Unterdessen hat sich der Aufsichtsrat von Absteiger Eintracht Frankfurt in seiner Sitzung am Montag mit den notwendigen Konsequenzen aus der Situation befasst und die Ursachen für den Abstieg ausführlich analysiert. Folgendes ließ der Verein anschließend per Pressemitteilung verlauten: "Es ist das klare und eindeutige Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat, alle Voraussetzungen zu schaffen, damit bereits in der kommenden Saison der Wiederaufstieg gelingt. Um dieses Ziel des sofortigen Aufstiegs zu erreichen, hat der Aufsichtsrat einstimmig folgende Entscheidungen getroffen: Heribert Bruchhagen wird auch für die 2. Bundesliga als Vorsitzender des Vorstands bestellt. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Es wird unverzüglich ein Sportmanager gesucht, der für den sportlichen Bereich in Zukunft verantwortlich sein wird. Der Aufsichtsrat ist optimistisch, dass der sofortige Aufstieg erreicht werden kann. Die stabile wirtschaftliche Situation und die finanziellen Möglichkeiten auch in der 2. Bundesliga in die Qualität der Mannschaft zu investieren, berechtigen zu dieser Zuversicht. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Wilhelm Bender, und sein Stellvertreter Peter Fischer bedanken sich für die große Unterstützung aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die Eintracht Frankfurt in dieser schwierigen sportlichen Situation erfahren hat."