Mario Gomez vom VfB Stuttgart gehört ohne jeden Zweifel zu den stärksten Stürmern der Bundesliga. Zuletzt musste sich "Super-Mario" nach einigen fehlgeschlagenen Torabschlüssen im Trikot der Nationalmannschaft die Minuten ohne Treffer vorrechnen lassen.

Dabei war der Angreifer für seinen Club um einiges erfolgreicher und erzielte in dieser Saison bereits 14 Tore. Vor dem Spiel seiner Mannschaft sprach Gomez im Interview mit hsv.de über die Pfiffe gegen seine Person und die Partie gegen die "Rothosen" (Sonntag, ab 16:30 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Frage: Herr Gomez, am Sonntag treffen mit dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart der 2. und 3. der Rückrundentabelle aufeinander. Womit rechnen Sie in der Partie?

Mario Gomez: Beide Mannschaften haben am letzten Spieltag als Sieger den Platz verlassen sind in der Tabelle weiter nach oben geklettert. Der Tabellenzweite kommt zum Tabellenfünften, die Mercedes-Benz Arena wird ausverkauft sein. Die Voraussetzungen für ein echtes Spitzenspiel sind also gegeben. Natürlich hoffe ich, dass wir nach 90 Minuten das bessere Ende für uns haben werden. Aber der HSV hat eine sehr starke Mannschaft und es wird alles andere als einfach für uns, die Punkte in Stuttgart zu behalten.

Frage: In der Bundesliga haben Sie in der laufenden Saison bereits 14 Tore geschossen, werden als einer der besten Stürmer im Land gehandelt. In der Liga ist es traditionell so, dass man schnell hoch gelobt wird, trifft man jedoch nicht, kommt gleich eine Diskussion auf. Wie gehen Sie mit einer solchen Situation um?

Gomez: Ich kann und konnte sportlichen Erfolg und Misserfolg immer gut einordnen und habe mich deshalb noch nie verrückt gemacht, wenn es einmal nicht wie erhofft läuft. Aber ich möchte auch nicht verhehlen, dass mich die Pfiffe von Teilen der Fans beim Länderspiel in Leipzig beschäftigt haben. Entscheidend war aber, dass die Mannschaft erfolgreich war und wir gegen Lichtenstein und Wales sechs Punkte eingefahren haben.

Frage: Mit dem VfB waren Sie in den letzten Wochen stark im Aufwind, haben sich vom 10. Platz am Ende der Hinrunde auf den 5. Tabellenrang verbessert. Was war Ihrer Meinung nach ausschlaggebend für diesen Wandel?

Gomez: Dafür gibt es mehrerer Gründe. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass wir insgesamt deutlich kompakter und geschlossener auftreten als in der Vorrunde. Damals hat uns die Konstanz gefehlt, durch die Misserfolge fehlte es am nötigen Selbstvertrauen.

Frage: Nach dem positiven Trend des Vereins: In welchem Bereich liegen die Saisonziele des VfB?

Gomez: Unser Ziel ist es, uns erneut für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Momentan stehen wir zwar auf dem 5. Tabellenplatz, die Bundesliga ist in dieser Saison aber so ausgeglichen, dass es aller Voraussicht nach bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird.