Köln - Während sich für die Journalisten schon alles um den nächsten Champions-League-Gegner dreht, ist das für Pep Guardiola ganz anders. Er schaut auf die Partie gegen den SC Freiburg. Der Trainer der Breisgauer will den großen Favoriten ärgern.

"Ich kann keinen Grund akzeptieren, der sagt, dass morgen nicht das wichtigste Spiel für uns in diesem Moment ist", sagt Pep Guardiola auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Freiburg (ab 19:30 Uhr im Liveticker). Die Fragen nach Schachtjor Donezk, dem nächsten Gegner in der Champions League beschäftigten den Coach der Bayern nicht allzu lange.

Freiburg schenkt das Spiel nicht ab

Guardiola warnt davor, sich jetzt schon zurückzulehnen und den Weihnachtsurlaub zu beginnen. "Jedes Spiel fängt bei 0:0 an, in jedem Spiel muss man kämpfen, auch morgen wieder", sagt der Spanier, dessen Landsmann Xabi Alonso möglicherweise krank pausieren muss. "Wir müssen uns gut vorbereiten", so Guardiola. Auch wenn der SC Freiburg bislang noch nie gegen einen Spitzenreiter gewinnen konnte (zur Vorschau) und der FCB in dieser Saison noch nicht geschlagen wurde, ist die Partie nicht von vornerein entschieden. 

Denn auch die Breisgauer sehen keinen Grund, das Spiel schon im Vorfeld abzuschenken. "Wir gehen nicht mit dem Gedanken ins Spiel, dass wir keine Chance haben", sagt Freiburgs Trainer Christian Streich. "Wir haben von 16 Bundesligaspielen zehn nicht verloren. Es geht nicht um Schadensbegrenzung", so Streich. "Wir wollen den Bayern die Stirn bieten, und wenn wir einen guten Tag erwischen, dann haben wir unsere Möglichkeiten." Verzichten muss Streich jedoch auf die Leistungsträger Vladimir Darida und Jonathan Schmid. Wichtiger für Streich ist aber sowieso vielmehr das Kollektiv als einzige Spieler. Und, dass seine Mannschaft nicht zu großen Respekt vor dem Rekordmeister hat.

"Die Spieler dürfen keine Angst entwickeln", sieht Streich den Schlüssel in der mentalen Stärke und dem Kampfgeist. "Es macht nichts, wenn Robben oder Ribéry 35, 40 Meter vor unserem Tor mal zwei Spieler aussteigen lassen, und das wird wahrscheinlich passieren", so Streich. "Entscheidend ist, dass wir danach dranbleiben und weiterverteidigen."