München - Der 14. Spieltag hat es wieder mal in sich, nicht nur in den Derbys geht es hoch her. bundesliga.de hat die Stimmen der Trainer zusammengestellt.

1. FSV Mainz 05 - FC Bayern München 3:2 (1:0)

Trainer Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Man kann einen Plan entwerfen und die Mannschaft einstellen, aber sie muss auch daran glauben und ihn umsetzen. Wir waren schlau und clever. Die Art und Weise, wie wir verteidigt und mit wieviel Fleiß wir agiert haben war stark. Im eigenen Ballbesitz wurden wir im Spielverlauf immer sicherer, auf diese kleinen Erfolge haben wir gesetzt. Wir sind seit einigen Wochen auf einem richtig guten Weg, so ein Erlebnis gegen Bayern München hilft uns natürlich ungemein.

Sportdirektor Christian Nerlinger (Bayern München): Das Ergebnis ist für uns natürlich enttäuschend. Das hat Gründe. Die erste Halbzeit war nicht ausreichend, um Mainz Paroli zu bieten. Da haben wir grundlegende Eigenschaften vermissen lassen. In der zweiten Halbzeit ist die Mannschaft besser ins Spiel gekommen. Insgesamt war es über 90 Minuten aber zu wenig.


SV Werder Bremen - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Das war eine sehr gute Leistung, sehr konzentriert, sehr diszipliniert. Das, was uns in den letzten Spielen etwas verloren gegangen war, haben wir heute konzentriert in den Aktionen umgesetzt. Wir haben hier eine klare Partie gespielt.

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir haben in den ersten 25 Minuten ein sehr taktisch geprägtes Spiel gesehen. Beim ersten Gegentor sind wir mit fünf Mann nicht konsequent genug. Wir wussten, dass es mal wieder einen Rückschlag geben kann. Viele Spieler waren nicht in Normalform, aber das passiert.


Borussia Dortmund - Schalke 04 2:0 (1:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Wir haben den Gegner nicht hinten rausspielen lassen, wir waren im Zentrum kopfballstärker. Es war einfach ein gutes Fußballspiel von der ersten bis zur letzten Minute - wir haben hochverdient gewonnen.

Trainer Huub Stevens (Schalke 04): Als Mannschaft muss man top sein, um hier zu überstehen - das weiß man. Es waren viel zu viele Spieler nicht auf dem Niveau, das sie normalerweise bringen. Das hat natürlich mit einem guten Gegner zu tun, der in der Entwicklung weiter ist als wir. Dennoch darf man sich nicht so hergeben, wie wir es in der ersten Halbzeit getan haben. Das war eine große Enttäuschung für mich. Das war zu wenig.


Hannover 96 - Hamburger SV 1:1 (0:0)

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Wir haben sehr viele lange Bälle spielen müssen, weil uns die Hamburger vorne zugestellt haben. Wir haben vielleicht deshalb auch nicht soviele Chancen herausgespielt.

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, uns viele Chancen herausgearbeitet. Da ärgert man sich, dass man noch den Ausgleich kassiert. Wir hatten Hannover am Rande einer Niederlage. Das 1:1 war ein Supertor. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir nicht das 2:0 gemacht haben.


Hertha BSC - Bayer Leverkusen 3:3 (2:1)

Trainer Markus Babbel (Hertha BSC): Es war alles dabei. Höhen und Tiefen. Selbst nach dem 2:0 war mir klar, dass es eine enge Kiste werden wird. Leverkusen hat eine Mannschaft mit hoher Qualität. Nach 90 Minuten ist das ein gerechtes Unentschieden.

Trainer Robin Dutt (Bayer Leverkusen): Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen und Hertha hat verdient mit 2:0 geführt. Dass wir am Ende einer englischen Woche in dieser Art und Weise das Spiel noch drehen, dafür muss man der Mannschaft für diese Phase ein Kompliment machen. Nach dem 3:2 müssen wir das Spiel aber über die Runden bekommen, dann hätten wir die Woche perfekt abgeschlossen.


FC Augsburg - VfL Wolfsburg 2:0 (0:0)

Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg): Die Fans haben die Mannschaft fast nicht mehr vom Platz gelassen. Wir müssen immer unglaublich fleißig sein und alles geben, um Erfolge zu erringen. Der Sieg war sehr wichtig für die Mannschaft, auch mental. Sie hat viele Rückschläge gehabt, sich aber nicht fallen lassen und jetzt endlich mit dem ersten Heimsieg belohnt. Wir hatten heute auch das Quäntchen Glück.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Wir sind enttäuscht. Wir haben zu sehr versucht, mit spielerischen Mittel zum Erfolg zu kommen. Die Mannschaft hat den Kampf nicht so angenommen, wie sie es hätte müssen. Insofern haben wir verdient verloren. Für mich war heute zu sehen, dass wir nicht genügend Spieler haben, die den nötigen Einsatz bringen.


1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern 1:0 (1:0)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Die Mannschaft ist mit dem Druck hervorragend umgegangen. Durch das frühe Tor haben wir eine breite Brust bekommen. Wir haben Kaiserslautern so bearbeitet, wie man es tun muss, um einen Gegner auf Augenhöhe zu schlagen. Es ging nur ums nackte Ergebnis. Es geht eng in der Tabelle zu. Uns stehen noch viele solcher Spiele in den nächsten Wochen bis Weihnachten bevor.

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Das ist eine große Enttäuschung. Ich möchte mich bei den Fans für diese Leistung entschuldigen. Nürnberg war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen.


1899 Hoffenheim - SC Freiburg 1:1 (1:0)

Trainer Holger Stanislawski (1899 Hoffenheim): Wir sind gut in die Partie gekommen, haben das Spiel kontrolliert. Wir haben das 1: 0 gemacht und hatten die Riesenchance zum zweiten Tor. Die zweite Halbzeit war dann sehr passiv von uns. Wir haben nur noch reagiert, dabei wollten wir eigentlich auf das zweite Tor gehen. Am Ende haben wir verdient nur 1:1 gespielt.

Trainer Marcus Sorg (SC Freiburg): "Wir wollten gut organisiert stehen und bei Ballgewinn Nadelstiche setzen. Das ist uns am Anfang nicht gelungen. Erst nach dem 0:1 wurden wir besser. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft bewiesen, was für eine Moral in ihr steckt. Das war bemerkenswert. Am Ende haben wir mehr als verdient den Punkt geholt.


1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:2)

Trainer Stale Solbakken (1. FC Köln): Nach dem ersten Tor war das ein großer Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Gladbach hat das Spiel kontrolliert. Man hat gemerkt, dass wir nicht im Spielrhythmus waren. Unser letztes Spiel war vor drei Wochen. Das soll keine Entschuldigung sein, aber es ist schwer, wenn man so lange nicht gespielt hat.

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Das war ein verdienter Sieg. Schon nach der ersten Halbzeit hätten wir mit einem Tor höher führen können. Wir wollten früh Druck ausüben, das haben die Spieler gut gemacht. Wir wollten nach der Pause schnell das 3:0 machen, das ist uns gelungen. Wir hätten heute 4:0 oder 5:0 gewinnen können.