Pünktlich vor dem DFB-Pokal Viertelfinale gegen Werder Bremen findet 1899 Hoffenheim zurück in die Erfolgsspur. Beim 2:1 gegen Hannover 96, dem ersten und daher lang ersehnten Sieg in der Rückrunde, überzeugten die Kraichgauer wieder mit gewohnter Offensivstärke.

Nach dem Spiel stand Jan Schindelmeiser Rede und Antwort. Der Manager der Hoffenheimer zeigte sich dabei zufrieden mit der Leistung des Teams, bedauerte die erneuten Ausfälle von Chinedu Obasi und Andreas Beck und wagte einen Ausblick auf das Spiel gegen Werder Bremen.

Frage: Wie sahen Sie den 2:1 Erfolg Ihrer Mannschaft über Hannover 96?

Jan Schindelmeiser: Wir haben über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt und daher auch verdient gewonnen. Es waren stellenweise sehr gute Passagen dabei, einzig die Torausbeute müssen wir verbessern. Die Gefahr, doch noch den Ausgleich zum 2:2 zu fangen, besteht bei so einem Spielstand immer.

Frage: Wie wichtig war der Sieg nach der Negativserie in der Rückrunde?

Schindelmeiser: Es war nicht das von Vielen beschworene Schicksalsspiel. Aber es war eine Weichenstellung. Eine weitere Niederlage wäre bitter gewesen, gerade im Hinblick auf das wichtige Spiel im DFB-Pokal. Aber die Mannschaft hat Präsenz gezeigt und bewiesen, dass sie gewinnen kann.

Frage: Bereits am Dienstag geht es im Pokal gegen Werder Bremen. Wie schwer wiegen da die Ausfälle von Chinedu Obasi und Andreas Beck?

Schindelmeiser: Obasi hat das Spiel direkt nach seiner Rückkehr belebt. Wenn er und weitere Protagonisten der Offensive dann wieder ausfallen, fehlt uns die Substanz, um das zu kompensieren. Aber wir versuchen aus der augenblicklichen Situation das Beste zu machen.

Frage: Wie schätzen Sie ihre Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale ein?

Schindelmeiser: Auch bei Bremen lief es zuletzt wieder besser, daher wird das kein einfaches Spiel. Ohne über die eigenen Regeln des Pokals philosophieren zu wollen, muss man attestieren, dass Werder in solchen Spielen meistens eine Schippe drauflegen kann. Wir müssen dagegenhalten und so unsere Chancen wahren. Aber gerade nach diesem Auftritt bin ich zuversichtlich.

Frage: Wie sieht die kurze Vorbereitung für das Pokalspiel aus?

Schindelmeiser: In erster Linie steht jetzt die Erholung im Vordergrund. Dazu natürlich ähnliche taktische Analysen wie vor jedem Bundesligaspiel.

Frage: Trotz gutem Einsatz ist Vedad Ibisevic erneut kein Tor gelungen. Wann platzt der Knoten?

Schindelmeiser: Das ist nur eine Frage der Zeit und die bekommt er auch. Etliche Stürmer haben ähnliche Phasen durchgemacht. Das Selbstvertrauen spielt da eine große Rolle. Ich sehe keinen Grund, irgendwelchen Druck aufzubauen. 'Vedo' spielt sehr mannschaftsdienlich und erarbeitet sich viele Chancen. Solange das so bleibt, gibt es nur wenig zu kritisieren.

Frage: Was kann man von Hoffenheim den Rest der Saison erwarten?

Schindelmeiser: Wir wollen jetzt wieder eine kleine Serie starten. Mit Bochum, Mönchengladbach und Berlin erwarten uns jetzt Gegner, die wir auch in der Hinrunde geschlagen haben. Dann kommen hoffentlich einige der langzeitverletzten Spieler wie Demba Ba, Tobias Weis und Matthias Jaissle zurück. Wenn alle dabei sind, haben wir einen sehr guten Kader, der auch noch weiter oben in der Tabelle konkurrenzfähig ist.

Aus Hoffenheim berichtet Daniel Dillmann