Der 1. FC Kaiserslautern hat es bereits geschafft, der FC St. Pauli steht kurz davor und auch der FC Augsburg kann es noch schaffen: Den Aufstieg in die Bundesliga. Damit aus der kommenden Saison nicht nur ein kurzes Gastspiel im Oberhaus wird, hat bundesliga.de einen "Leitfaden" zusammengestellt, wie es mit dem Klassenerhalt klappen könnte.

Der 1. FSV Mainz 05 und der SC Freiburg haben es in dieser Spielzeit vorgemacht: Sie bleiben nach ihrem Aufstieg mindestens eine weitere Saison in der Bundesliga.

bundesliga.de hat die neun Aufsteiger der letzten fünf Spielzeiten, die nicht sofort wieder abgestiegen sind, unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich um folgende Mannschaften: 1. FSV Mainz 05, SC Freiburg (jeweils Saison 2009/10), Borussia Mönchengladbach, 1899 Hoffenheim und der 1. FC Köln (alle Saison 2008/09), Karlsruher SC (2007/08), VfL Bochum und FC Energie Cottbus (jeweils 2006/07) und Eintracht Frankfurt (Saison 2005/06).

Folgende "Zutaten" haben ihnen geholfen, den Klassenerhalt zu schaffen:

Die Chancenverwertung sollte stimmen

In den vier Spielzeiten vor der aktuellen Saison waren unter den drei Absteigern durchschnittlich mindestens zwei der Teams, die auch in Sachen Chancenverwertung einen der drei letzten Plätze belegten. Die untersuchten Teams rangierten mit ihrer Chancenverwertung schlimmstenfalls auf Platz 14. Eine Ausnahme stellt in dieser Saison jedoch der SC Freiburg dar: In dieser Wertung belegen die Breisgauer momentan Rang 16. Aristide Bance vom 1. FSV Mainz (siehe Foto) beispielsweise traf in dieser Saison bereits zehn Mal und steht damit auf dem 13. Rang der Torjägerliste. Nur Albert Bunjaku vom 1. FC Nürnberg traf unter den Aufsteigern öfter (zwölfTore).

Besser kein Trainerwechsel

In acht der neun untersuchten Fälle war der Trainer (hier Ralf Rangnick, l., von 1899 Hoffenheim und Robin Dutt vom SC Freiburg) an allen 34 Spieltagen der gleiche (Mainz wechselte in dieser Saison bereits vor dem ersten Spieltag und verpflichtete Thomas Tuchel). Lediglich Gladbach gelang es in der letzten Saison, die Klasse zu halten, obwohl gleich drei Trainer eingesetzt wurden, nämlich Jos Luhukay, Christian Ziege und Hans Meyer. Gladbach erreichte von den untersuchten Teams aber die schlechteste Platzierung (Rang 15 in der Saison 2008/09) und die geringste Punktzahl (31).

Große Investitionen in gute Spieler

Die letzte Saison zeigte, dass viel Geld glücklich macht, wenn sich die Investitionen rentieren. Diese Möglichkeit haben natürlich nicht alle Teams. Der Kader von 1899 Hoffenheim war beispielsweise schon deutlich teurer als der der Absteiger 2008/09 (Energie Cottbus, Karlsruher SC und Arminia Bielefeld). Der 1. FC Köln verpflichtete mit Petit (Foto) und Pedro Geromel Spieler, die für die Absteiger 2008/09 zumindest zusammen unerschwinglich gewesen wären. Gladbach investierte nach der schwachen Hinrunde (elf Punkte) in der Winterpause 2008/09 in mehrere hochwertige Spieler: Logan Bailly, Dante, Paul Stalteri und Thomas Galasek.

Home sweet home

Der Bruchweg erwies sich für Mainz als wahre Bastion. Vor dem letzten Spiel gegen Schalke 04 am Samstag schafften es mit Bremen und Wolfsburg lediglich zwei Vereine, drei Zähler aus Rheinhessen zu entführen. Dortmund, Hoffenheim und sogar der FC Bayern traten die Heimreise sogar mit leeren Händen an. Als Vorteil für die Mainzer erwies sich das recht kleine und enge Stadion, das schnell in den berühmten "Hexenkessel" verwandelt wurde. Auch der SC Freiburg trägt seine Spiele in einer Arena mit geringer Zuschauerkapazität (24.500) aus. Doch dieser Vorteil machte sich erst zum Saisonende hin bemerkbar, als man aus den letzten vier Heimspielen drei Siege und ein Remis holte. Spät, aber nicht zu spät...