Stuttgart - 3:1 in Stuttgart gewonnen, kein Wunder, dass der Gladbacher Havard Nordtveit nach der Partie happy war. Im Interview mit bundesliga.de äußert er sich über den hart erkämpften Sieg von Borussia Mönchengladbach, über seine Leidenschaft für den Kampf und eine Besonderheit der Gladbacher Abwehr.

bundesliga.de: Havard Nordtveit, das zweite Spiel in Folge unter dem neuen Trainer André Schubert gewonnen: Wie schwer war der Sieg in Stuttgart?

Havard Nordtveit: Das war in der Tat ein ganz hartes Stück Arbeit und ein ganz wichtiger Auswärtssieg.

bundesliga.de: Zu Beginn sah es nach einem ganz leichten Gang aus …

Nordtveit: Das stimmt. Wir haben schnell mit 2:0 geführt, dann aber kriegen wir den Elfmeter und mussten doch wieder zittern. Der Anschluss der Stuttgarter kam natürlich zu einem ganz schlechten Zeitpunkt kurz vor der Halbzeit. So kam der VfB mit viel Feuer aus der Kabine und hat uns ordentlich  unter Druck gesetzt. Aber die Mannschaft und allen voran Yann Sommer haben den Sieg dann zum Glück gerettet.

"Jetzt kämpfen wir"

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bundesliga.de: Gerade so ein schweres Spiel mit gutem Ausgang muss doch viel Selbstvertrauen geben.

Nordtveit: Das tut es mit Sicherheit. Vor einigen Wochen hätten wir so ein Spiel wohl noch verloren. Jetzt aber kämpfen wir, haben auch ein wenig Glück, aber letztlich haben wir die Punkte und nur das zählt.

bundesliga.de: Für Sie als defensiver, kampfstarker Spieler muss so ein Spiel ja eine wahre Freude sein. Viel grätschen, rennen, kämpfen …

Nordtveit: Ja, klar, das sind meine Spiele. Das liebe ich (lacht) …

"Ich bin immer bereit"

bundesliga.de: Trainer Schubert hat Sie in Stuttgart als Innenverteidiger aufs Feld geschickt. Nicht ungewohnt, aber schon eher selten. Wie sind Sie mit der Position zurecht gekommen – oder gibt es da gar keine Probleme?

Nordtveit: Das war ganz normal. Ich habe allerdings erst zwei Stunden vor dem Spiel Bescheid gekommen, weil Alvaro Dominguez nicht richtig fit war. Dennoch ging da das gut, ich bin immer bereit.

bundesliga.de: Und außerdem stand mit Andreas Christensen ein Däne neben Ihnen. Perfekt, oder?

Nordtveit: Ja, und mit Oscar Wendt noch ein Schwede in der Abwehrkette. Drei Skandinavier nebeneinander  - da kann nichts schiefgehen.

Von Jens Fischer