München - Der ersehnte Moment rückt näher: Kurz nach 17:15 Uhr wird am 34. Spieltag BVB-Kapitän Roman Weidenfeller die Meisterschale unter tosendem Jubel der schwarz-gelben Anhängerschaft in den Dortmunder Nachmittagshimmel recken.

Zum siebten Mal verewigt sich der BVB durch den Titelgewinn auf der begehrtesten "Salatschüssel" der Republik. bundesliga.de hat wissenswerte Fakten zur Trophäe.

Was passiert, wenn der Platz ausgeht?

Zum Saisonfinale 2009 ist die Meisterschale der Bundesliga überarbeitet und aufpoliert worden. Auf dem Silberring der elf Kilogramm schweren Trophäe wurden fünf neue, größere Gravurplatten angebracht, die Raum für zusätzliche Meister-Inschriften schaffen.

Voraussichtlich bis zum Jahr 2027 können dort alle Titelträger verewigt werden. Auf den bestehenden Gravurplatten wäre nur noch Platz für die Meister bis zum Jahr 2011 gewesen.

Erste Erweiterung im Jahr 1981

Die aktuelle Meisterschale wurde 1949 von Elisabeth Treskow in der Werkschule Köln geschaffen. Sie ersetzt seitdem die in den Kriegswirren verschollene "Viktoria". Auf der Meisterschale sind die Namen aller Deutschen Meister seit 1903 verewigt - beginnend mit dem VfB Leipzig 1903.

Als 1981 kein Platz mehr auf der Trophäe war, wurde diese erweitert. Ein Silberring wurde untergearbeitet, der rundherum etwa 45 Millimeter übersteht und auf dem Gravurplatten aufgesetzt wurden. Auf dem Silberring befinden sich seitdem auch fünf kostbare Turmalin-Cabochons von 71,98 Karat in Goldfassung. Der Versicherungswert der Meisterschale beträgt 50.000 Euro.

Der Goldschmied Adolf Kunesch pflegt die Meisterschale und hat die neuen Gravurplatten angebracht. Er hat auch die Meisterschale der 2. Bundesliga geschaffen, die erstmals in der Saison 2008/09 an den Tabellenersten der 2. Bundesliga, den SC Freiburg, am letzten Spieltag der Saison verliehen wurde.

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