Kasan vor der Brust, aber eine neue Erfolgsserie im Rücken: Vor dem Rückspiel im Achtelfinale der Europa League gegen den russischen Meister (Do., ab 20:50 Uhr im Live-Ticker) hat der deutsche Titelträger VfL Wolfsburg wieder Selbstvertrauen getankt.

Nach zuletzt vier Siegen in Folge in der Bundesliga hat der VfL durch das 1:1 im Hinspiel bei Rubin glänzende Aussichten, mit dem Einzug ins Viertelfinale den größten internationalen Erfolg seiner Vereinsgeschichte zu feiern.

Benaglio und Grafite noch nicht dabei

Genau rechtzeitig zur heißen Saisonphase haben die "Wölfe" wieder zu ihren Stärken aus der Meistersaison zurückgefunden. Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner hat dem Team Stabilität verliehen - und das die Wolfsburger über ihren Ausnahmestürmer Edin Dzeko enorm gefährlich kontern können, ist ja mittlerweile bekannt.

Wenn dann auch noch Mittelfeld-Lenker Zvjezdan Misimovic zaubert wie beim Ausgleichstreffer im Hinspiel, ist die VfL-Maschine nur schwer zu stoppen.

Zumal sich Köstner darüber freuen kann, dass sich die personelle Situation langsam wieder entspannt. Stammtorwart Diego Benaglio ist nach seiner Knie-OP wieder im Training, ebenso wie Torjäger Grafite (Adduktoren-Probleme). Für beide kommt die Partie gegen Kasan allerdings noch zu früh. "Ein paar Einheiten brauche ich noch, es muss alles passen", sagte Benaglio, der am Dienstag erstmals seit zwei Monaten wieder vollständig mit dem Team trainierte.

Köstner: "Das wird die schwerste Partie von allen"

Trotz der günstigen Ausgangssituation und dem weiter gewachsenen Selbstvertrauen nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg in Mönchengladbach warnt Coach Köstner vor den gefährlichen Russen, die in der Champions League im Herbst sogar mit 2:1 beim Titelverteidiger FC Barcelona gewannen.

"Das wird die schwerste Partie von allen, aber Wolfsburg kann erstmals in seiner Vereinsgeschichte in ein Europapokal-Viertelfinale einziehen", sagte Köstner: "Das ist eine lohnende Aufgabe, die ich genieße."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Wolfsburg: Hitz - Pekarik, Madlung, Riether, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic - Dzeko, Martins

Kasan: Ryschikow - Salukwadse, Figueras, Cesar Navas, Ansaldi - Gökdeniz, Sibaya, Noboa, Kabze - Kasajew, Bucharow

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)


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