Diese Woche bleibt kaum Zeit, um Luft zu holen. Der 9. Spieltag ist gerade erst vorüber, schon steht der 10. vor der Tür: Englische Woche in der Bundesliga. Zum Auftakt am Dienstag (ab 19:30 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) gastiert unter anderem Schalke 04 beim Karlsruher SC.

Das Spitzenspiel steigt unterdessen in Bremen, wo Werder den Tabellenzweiten aus Leverkusen empfängt.

Der Karlsruher SC möchte im Heimspiel gegen Schalke 04 endlich seine Serie als "Aufbaugegner" beenden, Hans Meyer und Mönchengladbach wollen den "zweiten Streich" und in Bielefeld hofft Schlusslicht Energie Cottbus darauf, mit einem Sieg gegen die Arminia die "Rote Laterne" abgeben zu können.

Karlsruher SC - FC Schalke 04

Der Karlsruher SC will nach drei Niederlagen in Folge endlich seine unfreiwillige Rolle als "Aufbaugegner" ablegen. "Der Trend, Spiele zu verlieren, in denen wir mindestens gleichwertig waren, muss uns alarmieren", sagt KSC-Kapitän Maik Franz angesichts des drohenden Abrutschens in untere Tabellenregionen. "Doch wir werden uns mit Händen und Füßen wehren. Schon gegen Schalke!", verspricht er.

Ein gutes Mittel zur Wende wären Tore. Die waren bei den Badenern bisher Mangelware. Erst acht Treffer durfte das Team von Trainer Edmund Becker in dieser Saison bejubeln. Fehlen wird auf jeden Fall Michael Mutzel (Adduktorenverletzung).

Westermann wieder an Bord

Im Gegensatz dazu darf sich Schalkes Trainer Fred Rutten über die Rückkehr seiner "Allzweckwaffe" Heiko Westermann freuen. "Ich denke, er wird wieder spielen können", sagte der Coach, nachdem Westermann das Abschlusstraining ohne Probleme überstanden hatte. Anders sieht die Situation bei Christian Pander aus. Der Linksverteidiger steht wegen Wadenproblemen weiterhin nicht zur Verfügung.

Dennoch ist man bei den "Königsblauen selbstbewusst: "Wir sind Schalke 04 und deshalb der Favorit", sagt Rutten vor dem Spiel. Unterschätzen werde man den Gegner aber nicht. "Ich habe sie vor vier Wochen gegen den VfL Wolfsburg beobachten können. Da haben sie zwei unterschiedliche Halbzeiten gezeigt, aber mit 2:1 gewonnen", sagt er und fügt hinzu, dass sich auch Bayern München im Wildparkstadion schwer getan habe.


VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach

In Mönchengladbach hat sich eine gewisse Erleichterung breit gemacht. In seinem ersten Spiel hat der neue, alte Trainer Hans Meyer die Borussia zu einem 1:0-Erfolg über den Karlsruher SC geführt und dem Team wieder Selbstvertrauen eingehaucht. "Nach den vier Punkten aus den letzten beiden Spielen ist es gut zu wissen, dass es noch geht", sagte der 65-Jährige. "Es ist wichtig, in der Tabelle den Anschluss nicht verloren zu haben."

Gospodarek fehlt

Für den nächsten Streich steht Meyer aber vorerst weniger Personal zur Verfügung als gedacht.

Neben den bereits länger verletzten Steve Gohouri, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Sebastian Schachten fehlt gegen den VfL Wolfsburg nun auch Uwe Gospodarek, der in den vergangenen beiden Spielen im Tor stand. Er laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Weiterhin muss Meyer auch auf Jean-Sebastien Jaures und Soumaila Coulibaly verzichten, die beide leicht angeschlagen sind und daher geschont werden.

Die Qualität fehlt

Trotz der Niederlage gegen die Bayern am Wochendende ist der VfL Wolfsburg mit einer Heimbilanz von drei Siegen und einem Unentschieden in vier Spielen der Favorit. Eigentlich. Doch ganz so deutlich sieht Felix Magath die Rollenverteilung nicht. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass Mönchengladbach mit guter Moral und großem Engagement auftreten wird", warnt der 55-Jährige.

Costa ist zurück

Die Mängelliste nach der Niederlage beim Rekordmeister bezog sich zum einen auf eine fahrlässige Chancenauswertung in der Offensive, zum anderen aber auch auf eine löchrige Defensive. "Wir müssen es einfach hinkriegen, weniger Chancen zuzulassen", erklärt Keeper Diego Benaglio.

Helfen, diese Löcher zu stopfen, könnte Innenverteidiger Ricardo Costa. Der Portugiese hat seine Rot-Sperre von zwei Spielen abgesessen und könnte wieder für Alexander Madlung ins Abwehrzentrum zurückkehren.

Arminia Bielefeld - Energie Cottbus

"Die 93 Minuten auf Schalke haben sehr viel Kraft gekostet", sagte Michael Frontzeck nach dem 0:0 am Samstag und fügte hinzu, dass das "Unentschieden gut fürs Selbstbewusstsein der Jungs ist". Weitere positive Auswirkungen dürfte die Rückkehr von Kapitän Rüdiger Kauf haben, der einen Infekt überstanden hat und wieder fit ist.

Einsatzbereit ist auch Artur Wichniarek. Der Stürmer hatte nach dem Spiel am Samstag über Leistenbeschwerden geklagt und ist im Training daher nur Fahrrad gefahren, wird aber spielen können. Und auch die Muskelbeschwerden von Michael Lamey und Nico Herzig haben sich nicht verschlimmert, so dass die beiden Defensivkräfte gegen Cottbus zur Verfügung stehen.

"Kompakt auftreten, Fehler minimieren"

Energie Cottbus muss in Bielefeld eigentlich gewinnen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dabei wollen die Gäste aus der Lausitz versuchen, an die Leistung der ersten Halbzeit gegen Eintracht Frankfurt anzuknüpfen. "Wichtig ist, kompakt aufzutreten, individuelle Fehler zu minimieren und mit Überzeugung nach vorn zu spielen", gibt Energie-Trainer Bojan Prasnikar die Marschroute vor.

Dabei muss er allerdings auf vier Profis verzichten. Mario Cvitanovic laboriert an einer Prellung am Fuß, und auch Stanislav Angelov und Emil Jula sind immer noch nicht einsatzbereit. Ebenfalls fehlen wird Igor Mitreski, der nach seiner Roten Karten gegen Köln immer noch gesperrt ist.


Werder Bremen - Bayer Leverkusen

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