Beim FC Bayern München gibt es drei Worte, die jeder Jugendspieler verinnerlicht. Das "Mia san mia" steht für die einzigartige Siegermentalität des Clubs aus (© Imago)
Beim FC Bayern München gibt es drei Worte, die jeder Jugendspieler verinnerlicht. Das "Mia san mia" steht für die einzigartige Siegermentalität des Clubs aus (© Imago)
Bundesliga

Das "Mia san mia"

München - Das bayerische Selbstverständnis drückt sich in dem Spruch aus, den der Club zu seinem Slogan erklärt und sogar schützen hat lassen. So steht er nun auf Schals, Mützen und Kaffeetassen. Seit 2011 trägt auch eines der zahllosen Vereinslieder diesen für Nicht-Bayern schwer verständlichen Titel.

Ausdruck der Siegermentalität

Auf Hoch-Deutsch heißt es "Wir sind wir", übertragen "Uns kann keiner was". Der Spruch hätte auch von Franz-Josef Strauß sein können. Historiker wiesen nach, dass er schon von Soldaten der K.u.K.-Zeit im 19. Jahrhundert gebraucht wurde. Von Österreich kam er dann nach Bayern und irgendwann zum Rekordmeister, als der sich auch so nennen durfte (ab 1987).

Bayern-Insider erinnern sich daran, dass ihn die Ur-Bayern Hans Pflügler, Hansi Dorfner und Ludwig Kögl in den Achtzigern nach Erfolgen gern gesungen haben ("Mia san mia, mia san mia, mir san stärker wie die Stier…") und dabei auf den Tischen tanzten. Die Auswärtigen bekamen einen Eindruck von der Siegermentalität des Clubs, dessen Krise ab Platz 2 beginnt.

Biologen werden ernstlich bezweifeln, dass es ein Sieger-Gen gibt, aber ein Etikett hat es schon. In München genügen dafür drei Wörter, die jeder Jugendspieler verinnerlicht. Dass die Mannschaft auf zwei denkbar tragische Niederlagen in Champions-League-Finals (1999 und 2012) dermaßen positiv reagierte und sich den Pokal eben kurz danach holte, nährt den Glauben daran, dass der FC Bayern ein besonderer Club ist, den nichts so leicht aus der Bahn wirft. Eine Serie von 50 Spielen ohne Niederlage auch.

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