Mainz - Das erste Bundesligaspiel als Trainer von Werder Bremen hat Viktor Skripnik gewonnen. Gegen Mainz 05 konnten sich die Bremer ein 2:1 erarbeiten. Im Interview spricht Skripnik über seine Nervosität und den Doppeltorschützen Franco di Santo.

Frage: Viktor Skripnik, wie fällt Ihr Fazit nach Ihrem erfolgreichen Trainer-Debüt mit Werder Bremen in der Bundesliga aus?

Viktor Skripnik: Natürlich sind wir froh über die drei Punkte. Zum Schluss zählt nur das. Wir sind überglücklich. Nach den ersten 20 Minuten hat man sich vielleicht nicht vorstellen können, dass wir gewinnen. Wir nehmen die Punkte gerne mit. Wir sind an unser Limit gegangen - Riesenkompliment an meine Jungs.

"Ich war echt nervös"

Frage: Sie wirkten während des Spiels nicht besonders aufgeregt - täuschte das?

Skripnik: Was man von außen so sieht... Ich war echt nervös. Aber ich wollte das nicht zeigen, damit meine Mannschaft nicht denkt, dass der Trainer zittert.

Frage: Besser als mit den Siegen im DFB-Pokal und in der Bundesliga hätten Sie nicht starten können - was ist das Geheimnis?

Skripnik: Wir waren nur sechs Tage zusammen und haben zweimal gewonnen. Man kann sagen, dass es läuft. Aber das ist vielleicht nur eine emotionale Reaktion der Mannschaft auf den Trainerwechsel. Jeder will sich präsentieren. Aber jeder sieht unsere Defizite, und wir wissen das. Wir arbeiten akribisch und wollen unsere Situation auch spielerisch verbessern.

"Wir brauchen die Punkte - und fertig"

Frage: Der Elfmeterpfiff vor dem Ausgleich war zumindest fragwürdig. Wie bewerten Sie die Entscheidung?

Skripnik: Fußball ist Fußball. Das ist die Entscheidung des Schiedsrichters. Das war vielleicht Glück für uns, und ich war froh, dass wir kurz vor der Halbzeitpause die Chance bekommen haben. Wir nehmen alles mit. Wir brauchen die Punkte - und fertig. Vielleicht passiert es das nächste Mal gegen uns.

Frage: Was sagen Sie zu der Leistung Ihres Doppeltorschützen Franco Di Santo, speziell mit Blick auf den Lupfer beim entscheidenden Tor?

Skripnik: Das können wohl nur Südamerikaner so. Er ist einfach wichtig für den gesamten Verein.

SID