Gut gekämpft, dagegengehalten und doch verloren. Der spielstarke FC Bayern München war am Mittwoch eine Nummer zu groß für Eintracht Frankfurt.

Die Verantwortlichen bei den Hessen wissen aber genau, dass man Punkte gegen andere Gegner holen muss. Und zwar in einem Spiel wie gegen Borussia Mönchengladbach (ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), das als nächstes auf dem Terminkalender steht.

Im Interview spricht Heribert Bruchhagen über das Spiel gegen Bayern München, den Einsatzwillen der Eintracht und das wichtige Auswärtsspiel bei den "Fohlen".

Frage: Nach zuletzt zwei Siegen war die Niederlage gegen Bayern München ein Dämpfer. Wie bewerten Sie rückblickend die Partie?

Heribert Bruchhagen: Etwas enttäuscht ist man schon, immerhin waren wir nach dem Führungstreffer sehr nah an einer Überraschung dran. Aber wenn man den Bayern über 90 Minuten die Räume zumachen will, muss man ein sehr lauf- und kraftaufwändiges Spiel betreiben. Und obwohl die Mannschaft das ganz gut durchgehalten hat, ist immer zu befürchten, dass die Bayern an irgendeiner Stelle mit einem Dribbling oder einer Einzelaktion durchkommen. Mit etwas mehr Glück hätten wir ein besseres Ergebnis erzielt und vielleicht einen Punkt mitgenommen.

Frage: Gibt es trotz der Niederlage positive Erkenntnisse, die man im Vergleich zum Auftritt in Cottbus aus dem Spiel ziehen kann?

Bruchhagen: Das Cottbus-Spiel und die Begegnung mit Bayern München kann man überhaupt nicht vergleichen. Gegen München kannst du nur reagieren, in Cottbus musst du das Spiel machen. Das Ziel gegen München war, uns auf dem eigenen Platz ordentlich zu formieren und alles möglichst eng zu gestalten. Die Spielkontrolle gibt man da fast schon automatisch ab. Das soll und wird in Zukunft wieder anders werden.

Frage: Die Einstellung der Mannschaft scheint zu stimmen.

Bruchhagen: Dass unsere Mannschaft Tugenden wie Kampfbereitschaft, Laufstärke und Einsatzwille hat, das war uns ohnehin klar. Und es kommen ja auch wieder Partien, in denen das Team zeigen kann, dass es auch über spielerische Mittel verfügt.

Frage: Jetzt steht Mönchengladbach an. Ist das wieder ein Gegner auf Augenhöhe für die Eintracht?

Bruchhagen: Klar, das ist unsere Gewichtsklasse. Aber auch das wird ein schweres Spiel. Die Tabellensituation zeigt ja, wie eng das alles zusammen liegt. Es ist daher sehr wichtig, die Spiele gegen die direkten Konkurrenten zu gewinnen. Deshalb wollen wir gegen Gladbach da weitermachen, wo wir gegen Cottbus aufgehört haben.

Aus Frankfurt berichtet Daniel Dillmann