Mainz - Wie er sich fühle? Die Frage war überflüssig, Felix Klaus war wie jedem Fürther anzusehen, dass er gerade ein "Riesengefühl" erlebte. Die SpVgg Greuther Fürth hatte mit gewonnen und damit am 2. Spieltag den ersten Bundesligasieg in der Vereinsgeschichte gefeiert.

"Ein sporthistorische Ereignis für diesen Verein", nennt Trainer Mike Büskens diesen Erfolg, er freute sich für den erst 19 Jahre jungen Klaus, der in der 67. Minute den Siegtreffer erzielte. "Felix wird immer mit diesem sporthistorischen Ereignis genannt werden", sagte Büskens, der besonders die Leidenschaft seiner Spieler lobte. Die Fürther sind für ihren Einsatzwillen belohnt worden, auch wenn sie am Ende etwas glücklich als Sieger vom Platz gingen.

Einer der Glücklichsten war natürlich Torschütze Felix Klaus, der Sohn des ehemaligen Bundesligaprofis Fred Klaus, der im Interview Rede und Antwort stand.

bundesliga.de: Felix Klaus, wie haben Sie das Tor erlebt?

Felix Klaus: Ich war mir gar nicht bewusst, was geschieht. Dass der Ball reinfliegt, konnte ich gar nicht glauben. Als er dann drin war, war das natürlich ein Riesengefühl.

bundesliga.de: Sie gehen als erster Bundesliga-Torschütze der Spielvereinigung in die Geschichtsbücher ein.

Klaus: Das ist natürlich eine Riesensache für einen 19-Jährigen. Das wird mir wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen bewusst.

bundesliga.de: Wie wichtig ist der Sieg für die Mannschaft?

Klaus: Der Erfolg hat natürlich eine Riesenbedeutung. Nach dem 0:3 gegen Bayern haben uns viele ja nichts zugetraut. Viele haben gesagt, was wollen denn die kleinen Fürther? Jetzt haben wir gezeigt, was wir können.

bundesliga.de: Woran hat es gelegen, dass die Mannschaft dieses Spiel gewonnen hat?

Klaus: Wir haben gebissen und gekämpft, das war wichtig und der Max (Torwart Max Grün, Anm.d.Red.) hat ein paar Mal super gehalten, das hat auch geholfen.

bundesliga.de: Wie wichtig ist der Siegtreffer für Sie persönlich?

Klaus: Am Ende ist es egal, wer das Tor macht, Hauptsache ist, dass wir gewinnen.

bundesliga.de: Der erste Fürther Bundesliga-Torschütze in der Vereinsgeschichte muss doch einen ausgeben, oder? Was geben Sie den Kollegen aus?

Klaus: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber nach jetzt ist ja alles egal, es wird sich schon was finden.

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter