Gerald Asamoah ist der dienstälteste Spieler im Kader des FC Schalke 04. Im Sommer 1999 wechselte der kräftige Angreifer von Hannover 96 zu den "Knappen".

Im bundesliga.de-Interview spricht er über seine ersten Eindrücke von Trainer Felix Magath, seine Saisonziele und seine große "Liebe".

Eine Teilnahme bei der WM 2010 in Südafrika hält der 30-Jährige unterdessen für "nicht realistisch".

bundesliga.de: Herr Asamoah, Sie hatten zuletzt mit Rückenproblemen zu kämpfen. Wie geht es Ihnen?

Gerald Asamoh: Ich musste in den letzten Tagen mit dem Mannschaftstraining pausieren, hoffe aber, jetzt wieder einsteigen zu können.

bundesliga.de: Es heißt, dass Sie im Trainingslager fünf Kilo abgenommen haben. Ist das Training von Felix Magath so hart?

Asamoah: Das Training ist sehr hart, keine Frage. Aber das tut uns gut und wir werden in der Saison davon profitieren.

bundesliga.de: Welchen Eindruck haben Sie von Ihrem neuen Trainer?

Asamoah: Er weiß genau, was er will, gibt eine klare Richtung vor. Er legt viel Wert auf Disziplin und arbeitet sehr hart mit uns. Seine Erfolge in der Vergangenheit zeigen, dass dieser Weg richtig ist.

bundesliga.de: Was macht er anders als sein Vorgänger Fred Rutten?

Asamoah: Ich will gar nicht großartig zurück blicken und die beiden miteinander vergleichen. Wir müssen versuchen, gemeinsam mit Felix Magath die schlechte letzte Saison vergessen zu machen.

bundesliga.de: Lewis Holtby gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente in Deutschland. Welchen Eindruck haben Sie bislang von ihm?

Asamoah: Lewis ist ein guter, positiver Typ. Er gibt im Training richtig Gas und er hat auch schon in den Spielen gezeigt, was er für ein Potential hat. Ich glaube, dass er seinen Weg auf Schalke machen wird.

bundesliga.de: Wo landet Schalke am Saisonende?

Asamoah: Wie gesagt, wir wollen die letzte Saison vergessen machen. Da haben wir unter unseren Möglichkeiten gespielt. Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft das Potential hat, um unter die ersten fünf Mannschaften zu kommen.

bundesliga.de: Die vergangene Saison verlief für Sie persönlich nicht nach Wunsch. Was nehmen Sie sich für die neue Saison vor?

Asamoah: Ich will alles dafür tun, um häufiger zu spielen als im letzten Jahr. Aber am Ende entscheidet immer der Trainer.

bundesliga.de: Ist die WM 2010 ein Ziel für Sie?

Asamoah: Ich konzentriere mich ganz auf den Verein. Die Nationalelf ist nicht realistisch für mich. Seit meinem Beinbruch 2006 war ich nicht mehr dabei. Jetzt von der WM-Teilnahme zu reden, das würde nicht passen, obwohl ich natürlich sehr gerne dabei wäre, gerade weil die WM in Afrika gespielt wird.

bundesliga.de: Stehen Sie in Kontakt mit Bundestrainer Joachim Löw?

Asamoah: Nein, derzeit haben wir keinen Kontakt.

bundesliga.de: Sie spielen seit 1999 bei den "Königsblauen", sind dienstältester Schalker. Werden Sie Ihre Karriere irgendwann bei Schalke 04 beenden oder würde Sie noch eine neue Herausforderung reizen?

Asamoah: Schalke ist mein Verein, hier bin ich Nationalspieler geworden und haben zwei Mal den Pokal gewonnen. Ich liebe diesen Club und würde meine Karriere am liebsten hier beenden, aber im Fußball weiß man nie, was morgen kommt. Ich lasse alles auf mich zukommen.

Die Fragen stellte Andreas Messmer



Stellen Sie Ihr Dream-Team beim Bundesliga-Manager auf!

Sind Sie ein Experte? Beweisen Sie es beim Tippspiel!