Im Pokal unter der Woche in Stuttgart hat der FC Bayern München noch gezaubert. Mit 5:1 deklassierten Franck Ribery, Luca Toni und Co. den VfB.

Nur drei Tage später zeigte der Rekordmeister zum Rückrunden-Auftakt beim Hamburger SV aber ein anderes Gesicht - zumindest in den ersten 45 Minuten.

"Wir kamen einfach nicht ins Spiel", sagte Ribery nach der Partie beim HSV. Dass es in der HSH Nordbank Arena nicht zu einem Punktgewinn reichen sollte, hat für den feinen Techniker einen ganz einfachen Grund.

Frage: Herr Ribery, mit der Niederlage beim HSV hat der FC Bayern den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Stattdessen stehen die Hamburger ganz oben in der Tabelle. Wurmt Sie das besonders?

Ribery: Es ist immer bitter, wenn man verliert. Aber heute war es ein ganz hartes Spiel. Denn beide Mannschaften wollten unbedingt den Sieg davontragen.

Frage: In der ersten Halbzeit wirkte der FC Bayern abwesend und drehte erst danach mächtig auf. Woran lag das?

Ribery: Wir waren zu Beginn nicht richtig auf dem Platz und kamen nicht ins Spiel. In der zweiten Halbzeit lief es dann viel besser. Wir waren wesentlich aggressiver und haben ordentlich Druck ausgeübt. Dadurch haben wir uns sehr viele Torchancen herausgearbeitet, aber leider ohne zählbaren Erfolg. Wir wollten unbedingt den Ausgleich, aber das Glück war an diesem Abend nicht mit uns.

Frage: Im Pokal in Stuttgart hat der FC Bayern dominiert und alle in Erstaunen versetzt. Heute sah man davon nicht viel. Wie erklären Sie sich diese Leistungsschwankung?

Ribery: Das weiß ich auch nicht. Wir haben es leider nicht geschafft, zu Beginn an die Leistung in Stuttgart anzuknüpfen und haben uns vom HSV unter Druck setzen lassen. Im zweiten Durchgang haben wir dann unser Spiel wieder so aufziehen können, wie wir es am Dienstag im Pokal getan haben.

Frage: Kann diese Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten um die Meisterschaft einen Knacks versetzen?

Ribery: Solche Abende hat man mal. Jetzt müssen wir uns schnell auf das nächste Wochenende konzentrieren. Denn die Partie gegen Dortmund wird auch wieder eine ganz schwere Partie.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis

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