Werder Bremen scheitert im Achtelfinale am FC Valencia, der Hamburger SV setzt sich gegen Anderlecht durch und der VfL Wolfsburg hat gegen Rubin Kasan das bessere Ende für sich. bundesliga.de fasst die Reaktionen zusammen.

Werder Bremen - FC Valencia 4:4

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Das Ausscheiden war unnötig. Darüber sind wir ärgerlich und unglücklich. Die entscheidenden Dinge im Fußball sind, dass man Tore vermeidet und Tore schießt. Beidem sind wir nicht gerecht geworden. Wir haben unsere zahlreichen Chancen einfach nicht genutzt und uns in der Defensive als Mannschaft schlecht angestellt.

Marko Marin (Werder Bremen): Direkt nach dem Spiel tut das Ausscheiden natürlich sehr weh. Heute und morgen wird es ganz bitter für uns, weil wir sehr enttäuscht sind.

Clemens Fritz (Werder Bremen): Es war ein Luxus letztes Jahr in zwei Endspielen zu stehen. Wir wollten das wiederholen, aber leider ist heute der erste Traum geplatzt.

Per Mertesacker (Werder Bremen): Beim 3:4 gab es einen Knackpunkt im Spiel. Wir hatten uns in der Halbzeit vorgenommen im zweiten Durchgang keinen Treffer mehr zu kassieren und haben das leider nicht geschafft. In dieser Szene waren wir ungeordnet, weil alle nach vorn gerannt sind.


RSC Anderlecht - Hamburger SV 4:3

Trainer Bruno Labbadia (Hamburger SV): Zuerst muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Es waren schwierige Verhältnisse in einem wahren Hexenkessel. Was mir jedoch nicht gefallen hat, war selbstverständlich die Art, wie leicht wir Gegentore kassiert und uns immer wieder in die Bredouille gebracht haben. Zum Glück haben wir in der Offensive ein gutes Spiel gemacht und sind Dank des guten Hinspiels und der tollen kämpferischen Leistung hier am Ende knapp, aber verdient ins Viertelfinale eingezogen. Heute hat man gesehen, dass wir noch ein hartes Stück Arbeit vor uns haben, wenn wir in der Europa League etwas erreichen wollen. Nun sind wir erst einmal glücklich, unter den besten acht Mannschaften dieses qualitativ hochwertig besetzten Wettbewerbes zu stehen.

Marcell Jansen (Hamburger SV): Ein emotionales Spiel. Fußball ist manchmal einfach verrückt. Wir freuen uns sehr über den Einzug in die nächste Runde. Partien wie diese machen einfach Spaß. Natürlich müssen wir einiges analysieren, heute aber zählt für uns am Ende nur das Weiterkommen. Wir sind uns bewusst, dass wir die Gegentore nicht so einfach bekommen dürfen. Man sollte aber auch sehen, dass wir die Konter sehr gut ausgespielt haben. Wir freuen uns nun auf zwei weitere tolle Spiele in diesem Wettbewerb, die uns unserem großen Traum, dem Finale im eigenen Stadion, wieder ein Stück weit näher bringen können.

Mladen Petric (Hamburger SV): Heute war es sogar noch enger als in Eindhoven. Mit ein bisschen Glück haben wir uns das Weiterkommen gesichert. Wir sind glücklich über den Viertelfinaleinzug. Euphorie aber herrscht nicht. Wenn man auswärts drei Tore schießt, darf man nicht noch zittern müssen. Dass ich mit meinem Treffer zum 3:4 direkten Anteil habe, ist schön. Schon nach dem 2:2 muss ich das Tor machen, warte extra noch, um den Keeper zu verladen. Auf dem schlechten Untergrund versprang mir dann leider der Ball, so dass mein Schuss mit dem Knöchel drüber ging.


VfL Wolfsburg - Rubin Kasan 2:1 n.V.

Trainer Lorenz-Günther Köstner (VfL Wolfsburg): Wir haben das erste Mal richtig gesehen, dass uns die Spiele in den letzen Wochen zugesetzt haben. Kasan hat von Anfang an Druck gemacht und ist giftig in die Zweikämpfe gegangen. Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt bitter, doch wir haben die richtige Reaktion gezeigt und das 0:1 nicht einfach hingenommen. In der Halbzeitpause habe ich den Spielern gesagt, dass wir weiterhin eine Chance haben, wir nur keinen weiteren Gegentreffer kassieren dürfen, sonst wäre es brutal schwer geworden. Ein Riesenkompliment an Obafemi Martins für sein Engagement, er hat das Spiel gedreht. Viel lief heute über den absoluten Willen. Ich freue mich besonders für die Mannschaft, die sich aus dem Tal gekämpft und gespielt hat. Kämpferisch hat auch Zvjezdan Misimovic ein klasse Spiel gemacht. Das Tor von Christian Gentner war das Sahnehäubchen für seine tolle Leistung. Auch Marwin Hitz hat wieder eine unheimliche Ruhe ausgestrahlt. Es war ein enges Spiel, aber die Fans haben uns zu jeder Zeit fantastisch unterstützt.

Geschäftsführer Dieter Hoeneß (VfL Wolfsburg): Ich habe während des Spiels gelitten, da ich wusste, wie gefährlich Rubin Kasan ist. Aber ich war mir auch sicher, je länger die Partie dauern wird, um so mehr können wir zulegen und werden Oberhand gewinnen. Die Mannschaft hat das reguläre, aber abgepfiffene Tor kurz vor Ende der 90 Minuten durch Edin Dzeko gut weggesteckt und die notwendige Geduld gezeigt. Dem gesamten Team gebührt ein Riesenkompliment. Alle zusammen haben die Wende geschafft. Im Moment machen alle eine sehr gute Arbeit.

Christian Gentner (VfL Wolfsburg): In dem Augenblick, als ich das Tor geschossen habe, habe ich realisiert, dass wir im Viertelfinale sind. Der Sieg war hart umkämpft, aber verdient. Wir haben in der Defensive konzentriert gearbeitet und wollten vor allem keinen weiteren Gegentreffer mehr zulassen. Durch die letzten Erfolge hatten wir das nötige Selbstvertrauen, um uns hier durchzusetzen.

Edin Dzeko (VfL Wolfsburg): Wir sind alle zufrieden, es ist ganz wichtig, dass wir weiter sind. Es war nicht einfach gegen Kasan, eine offene Partie. Zum Ende haben wir verdient gewonnen. Jetzt im Viertelfinale der Europa League zu stehen, ist ein Traum.

Obafemi Martins (VfL Wolfsburg): Ich war sehr froh, als der Trainer mich in der Halbzeit eingewechselt hat und habe dann versucht, alles zu geben. Ich habe sofort gesehen, dass der Ball drin war. Wichtiger war aber, dass der Schiedsrichter es auch gesehen hat. Wir haben heute ein sehr großes Ziel erreicht und wenn wir weiter so gute Leistungen bringen, werden wir noch sehr weit kommen.

Macbeth Sibaya (Rubin Kasan): Es ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis für uns. Denn wir haben alles gegeben und haben gezeigt, was wir können. Ohne die Gelb-Rote-Karte hätten wir es vielleicht bis ins Elfmeterschießen geschafft, und dort wäre alles möglich gewesen. Wir haben aber gegen eine sehr gute Mannschaft verloren.