Edmund Becker hat es geschafft. Mit dem Karlsruher SC hielt er als Aufsteiger die Bundesliga und sorgte mit seiner Mannschaft in der vergangenen Spielzeit für die eine oder andere Überraschung.

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit gerieten die Badener in der gesamten Saison nie in Abstiegsnöte. Doch in dieser Saison könnte alles anders kommen. Das zweite Jahr ist bekanntlich schwerer, die Mannschaft muss Abgänge von Leistungsträgern verkraften und neue Spieler integrieren.

Frage: Welche Rolle spielt die letzte Partie Ihrer Mannschaft in Hamburg noch?

Edmund Becker Das spielt keine Rolle mehr. Sowohl für die Mannschaft als auch für die Trainer war das Spiel nach einer grundsätzlichen Analyse überhaupt kein Thema mehr. Für uns war klar, dass wir dort sicher keine gute Leistung abgeliefert haben, doch wir schauen nach vorne und beschäftigen uns mit diesem Thema nicht mehr.

Frage: Sie haben mit Mario Eggimann und Tamas Hajnal zwei absolute Leistungsträger verloren. Wie schwer wird es für den KSC?

Becker: Natürlich haben wir zwei wichtige Spieler verloren. Beide sind wirklich hervorragende Fußballer. Darüber hinaus gehörte Mario Eggimann auf Grund seiner langen Vereinszugehörigkeit sicher zu den Persönlichkeiten der Mannschaft. Das ist nun mal das Los unserer Vereine. Wenn ein Spieler beim KSC gute Leistungen bringt, wechselt er eben zu Hannover oder Dortmund, wenn ein Weltklassespieler beim HSV gute Leistungen bringt, geht er zu Real Madrid. So ist das Geschäft. Ich denke aber, dass wir mit Tim Sebastian und Antonio da Silva sehr gute Spieler dazu bekommen haben.