Köln – Mit der ersten Runde im DFB-Pokal startet traditionell die Pflichtspielsaison für die Bundesligisten. Am 14. August ist dann wieder Liga-Alltag angesagt: Die 18 Clubs starten in die neue Saison, mit dabei sind auch etliche Neuzugänge.

bundesliga.de nimmt die entscheidenden Transfers mal etwas genauer unter die Lupe und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Dieses Mal im Fokus: Hannovers Mevlüt Erdinc.

Darum hakt's bei 96 im Sturm

In der letzten Saison gelangen den Hannoveranern lediglich "nur" 40 Tore. Der Sturm ist seit den letzten zwei Jahren ein Problem bei den Niedersachsen. Der Grund: akuter Personalmangel. Mit Mame Diouf und Szabolcs Huszti vor der letzten Saison und den Abgängen von Lars Stindl, Jimmy Briand, Joselu, Leonardo Bittencourt und Didier Ya Konan vor der aktuellen Spielzeit sind den 96ern vier der fünf besten Scorer abgewandert.

So verstärkt Erdinc die Roten

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Mevlüt Erdinc soll die Lücke vorne wieder schließen - der klassische Knipser ist bei Hannover wieder gesucht. Der Türke (besitzt auch den französischen Pass) hat seine Qualitäten bereits bewiesen - wenn auch ausschließlich in der französischen Ligue 1. Der 28-Jährige Mittelstürmer war in 256 Spielen (FC Sochaux, Paris Saint-Germain, Stades Rennes, AS Saint-Etienne) an 111 Toren beteiligt, 82 Mal netzte er selbst ein. Bis zu seinem Wechsel nach Deutschland war Erdinc der erfolgreichste aktive Torjäger im französischen Oberhaus.

Seine Vorteile: Explosiver Mannschaftsspieler

An Tore will sich der Mittelstürmer gerne messen lassen, allerdings braucht er bei seiner ersten Auslandsstation noch ein wenig Zeit: "Na klar will ich mit Toren der Mannschaft helfen. Eine Messlatte habe ich aber nicht angelegt. Ich muss mich zunächst gut einfinden und vor allem die deutsche Sprache lernen."

Sportdirektor Dirk Dufner bezeichnet den türkischen Nationalspieler als "Mentalitäts-Stürmer". Erdinc ist aufgrund seiner Körpergröße (1,81 Meter) zwar kein geborener Kopfballspieler, macht das aber über seinen explosiven Einsatz komplett wett. Der Nachfolger von Joselu besticht durch seinen Aufwand, sowohl in der Offensive als auch im Spiel nach hinten. Zudem kommt noch seine Abschlussstärke im Eins-gegen-Eins. Die Hoffnung auf einen neuen 96-Knipser sind groß - und berechtigt. Erdinc hat die Voraussetzungen, dem Sturm der Hannoveraner neuen Auftrieb zu verleihen.

Tobias Anding und Yannik Schmidt

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