Köln - Noch befinden sich die 18 Clubs intensiv in der Vorbereitung, es geht jedoch in die heiße Phase - der Bundesliga-Start steht vor der Tür! Am 14. August beginnt die 53. Bundesliga-Saison, mit zahlreichen Neuzugängen, welche die 18 Clubs entscheidend verbessern sollen.

Einige Transfers, die den Kader verstärken sollen, haben die Vereine bereits vollzogen. bundesliga.de stellt die entscheidenden Transfers vor und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Heute: Josip Drmic bei Borussia Mönchengladbach.

Der Kruse-Nachfolger?

Mal abgesehen vom ohnehin nur ausgeliehenen Christoph Kramer hat Borussia Mönchengladbach mit Max Kruse nur einen nennenswerten Abgang zu verzeichnen. Den treffsicheren wie auch spielstarken Nationalstürmer zu ersetzen, schien die größte Herausforderung für die Fohlen in dieser Transferperiode. Manager Max Eberl konnte mit dem schweizer Nationalspieler Josip Drmic von Leverkusen dabei schon früh einen prominenten Nachfolger vorstellen.

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Das vergangenen Jahr bei der Werkself  lief für Drmic indes durchwachsen. Nach einer sensationellen Quote von 17 Toren in seiner ersten Bundesliga-Saison, wohlgemerkt beim Absteiger 1. FC Nürnberg, konnte sich der Schweizer im Sturm-Zentrum bei Bayer nicht gegen Platzhirsch Stefan Kießling durchsetzen, kam gerade einmal auf fünf Startelf-Einsätze.

Vollstrecker-Qualitäten kann Borussia gut gebrauchen

Doch trotz der spärlichen Einsatzzeiten wusste Drmic zu überzeugen: Immerhin sechs Saisontore standen am Ende auf seinem Konto und das bei gerade einmal 21 abgegebenen Torschüssen. Während Drmic alle 132 Minuten vollstrecken konnte, brauchte sein Sturmpartner Kießling schon 286 Minuten für ein Tor. Die Vollstrecker-Qualitäten des 23-Jährigen machten sich 2014/15 nicht zuletzt auch in der Chancenverwertung sichtbar: Drei von vier Großchancen brachte er im Kasten unter.

Drmic könnte in der Mannschaft von Lucien Favre als Stoßstürmer neben der etwas zurückgezogenen Spitze Raffael oder Lars Stindl spielen. Ein Knipser, der obendrein noch Champions-League-Erfahrung hat, könnten die Fohlen trotz der sensationellen letzten Saison gut gebrauchen, schließlich ließen nur Hoffenheim und Bayern 2014/15 mehr Hundertprozentige liegen.

Von Karol Herrmann und Tobias Anding

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