Köln - Noch befinden sich die 18 Clubs intensiv in der Vorbereitung, es geht jedoch in die heiße Phase - der Bundesliga-Start steht vor der Tür! Am 14. August beginnt die 53. Bundesliga-Saison, mit zahlreichen Neuzugängen, welche die 18 Clubs entscheidend verbessern sollen.

Einige Transfers, die den Kader verstärken sollen, haben die Vereine bereits vollzogen.bundesliga.de stellt die entscheidenden Transfers vor und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Heute: Anthony Ujah vom SV Werder Bremen.

Umbruch im Sturm

Nach einer sehr durchwachsenen Hinrunde und der Trennung von Coach Robin Dutt bekam Werder unter Viktor Skripnik endlich die Kurve. Am Ende durfte man sogar kurzzeitig vom internationalen Geschäft träumen. Doch trotz der glänzenden Rückrunde musste man auf dem Transfermarkt aktiv werden (zum Transferreport). Vor allem die Abgänge der beiden Stürmer Davie Selke (RB Leipzig) und Franco Di Santo (FC Schalke 04) mussten aufgefangen werden. US-Nationalspieler Aron Johansson und Anthony Ujah vom Ligakonkurrenten 1. FC Köln sollen die Lücke nun schließen. Dabei ruhen die Hoffnungen der Hanseaten besonders auf dem 24-jährigen Ujah.

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So verstärkt Ujah die Bremer

Der Nigeranier ist es gewohnt, im Angriff eine zentrale Rolle zu spielen. Schon beim FC war das Spiel auf den bulligen Stürmer zugeschnitten – und Ujah enttäuschte die Erwartungen nicht. In der abgelaufenen Saison war er offensiv so etwas wie die Lebensversicherung der Kölner. Er erzielte zehn Treffer, legte drei weitere vor und war damit an 13 der insgesamt 34 Treffer beteiligt (38 Prozent).

Auf Ujah ist zudem Verlass. In seinen drei Jahren am Geißbockheim konnte er immer zweistellig netzen (13 bzw. elf Tore in den beiden Zweitligajahren und eben zehn letzte Saison).

"Er bringt seit dem ersten Tag, was wir brauchen"

An der Weser freut man sich also über die Qualitäten des Neuzugangs. "Mit der Ujah-Verpflichtung haben wir alles richtig gemacht, er bringt seit dem ersten Tag, was wir brauchen“, schwärmte Coach Skrpinik nach Abschluss der Vorbereitung. 

Schnelligkeit und Dribbelstärke gepaart mit Physis und Torgefahr machen ihn zu einem perfekten Umschaltspieler. Dass er aber auch in einer Raute als einer von zwei Stürmern sehr gut funktioniert, hat er in der Vorbereitung mit dem ein oder anderen Treffer bereits unter Beweis gestellt. Auch das Zusammenspiel mit den anderen Offensiven wie Fin Bartels und Zlatko Junuzovic harmonierte bereits prächtig. Auf Anthony Ujah ist eben Verlass.

Von Tobias Anding und Thomas Ziemann

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