Der FC Energie Cottbus hat seine Profis wieder. Am Samstag (3. Januar) um 10 Uhr startete das Team von Bojan Prasnikar vollständig in die Wintervorbereitung.

Dabei konnte der Energie-Coach mit Adi Filho auch einen Neuzugang begrüßen.

Es gibt nur ein Ziel

"Wir haben mit dem Klassenerhalt in der Bundesliga ein großes Ziel, dem wir in den kommenden Monaten alles unterordnen müssen. Ich wünsche uns allen dafür viel Erfolg", so Prasnikar in seiner ersten kurzen Neujahrsansprache.

Während ein 12-köpfiges Hallenteam an diesem Wochenende am Samstag in Riesa und am Sonntag in Zwickau um die ersten zwei Titel des Jahres spielt, bat Prasnikar die in Cottbus verbliebenen Spieler zunächst zum Training hinter verschlossenen Türen.

Ohne neugierige Trainingskiebitze absolvierte das Team sein erstes Training im neuen Jahr mit Koordinations- und Fitnessübungen in der Energie-Halle. Erst am Nachmittag steht der erste Lauf über den verschneiten Spreedamm neben dem Stadion auf dem Plan.

Wenig Kontakt mit dem Ball

Ohnehin werden die Energie-Profis den Ball in den ersten Tagen selten sehen. Für das Wochenende hat Prasnikar Training in der Laufhalle des Olympiastützpunktes, für den Wochenbeginn Laktattests angesetzt. Dabei will der Energie-Coach auch überprüfen, ob sich alle "Rot-Weißen" an die individuellen Trainingspläne über die Feiertage gehalten haben und nicht bei Null starten.

Etwas kürzer treten werden dabei noch Marco Kurth, Dennis Sörensen und Vragel da Silva. Letzterer setzt derzeit noch sein Reha-Programm fort, hofft aber in Kürze erstmals in dieser Saison das Mannschaftstraining aufnehmen zu können. Sörensen brachte eine Erkältung aus seinem Heimaturlaub in Dänemark mit, während sich Kurth sich noch etwas mit den Folgen eines Muskelfaserrisses vom Hinrundenende plagt.

"Es ist schon viel besser, aber noch nicht ganz auskuriert. Ich trainiere etwas dosiert, hoffe aber am Donnerstag mit ins Trainingslager reisen zu können", so der Mittelfeldspieler.

Neuling dabei

Mit zum Trainingskader des FC Energie gehört seit Samstag auch Adi Filho. Der aus Kärnten zum FC Energie gewechselte Angreifer will sich schnell im Team akklimatisieren. Dabei dürfte im sein brasilianischer Landsmann, Co-Trainer Franklin Bittencourt eine große Hilfe sein. Noch spricht der 23-Jährige wenig Deutsch, soll aber schon am Montag den Sprachunterricht aufnehmen.

Seine Sprachkenntnisse dagegen nicht verlernt hat Ovidiu Burca. Zum Jahresanfang kehrte der Verteidiger von seiner Leihe aus Peking zurück. Für Guoan Peking absolvierte der 28-Jährige in den letzten fünf Monaten 15 Spiele und erzielte dabei ein Tor. Das Wichtigste: Er blieb nach langer Leidensgeschichte in Cottbus dabei verletzungsfrei. Ob Ovidiu Burca in Cottbus bleibt oder erneut wechselt, soll in den kommenden Tagen entschieden werden.

Geht Shao?

Dann wird sich auch zeigen, ob sich der Teamkader von Prasnikar verkleinert. Jiayi Shao hinterließ bei einem Probetraining in Birmingham kurz vor Weihnachten einen guten Eindruck und will diesen in der kommenden Woche noch einmal bestätigen, wenn er erneut auf die Insel reist. Zunächst trainierte der chinesische Nationalspieler mit allen anderen Energie-Profis am Samstag in Cottbus.

Der plötzliche Wintereinbruch hatte den pünktlichen Start für alle "Rot-Weißen" nicht verhindern können. Auch wenn Mariusz Kukielka und Adi Filho einige Strapazen zu überstehen hatten. Kukielka benötigte wegen des Schnees 17 Stunden Autofahrt für seine Rückkehr aus Polen, Adi Filho saß 12 Stunden lang in Brasilien auf dem Flughafen fest.