Die Winterpause ist vorbei und mit dem DFB-Achtelfinale gegen Energie Cottbus beginnt für Bayer 04 Leverkusen nicht nur das Pflichtspieljahr 2009, sondern auch die Übergangszeit in Düsseldorf.

Vor dem Spiel gegen Cottbus bat das BayArena-Magazin den Kapitän der "Werkself", Simon Rolfes zum Interview. Der Nationalspieler spricht über seine Erwartungen im Pokal und im Spitzenkampf der Bundesliga sowie über die Vorbereitung und den Umzug in die Düsseldorfer LTU arena.

Frage: Herr Rolfes, das erste Heimspiel in der LTU arena steht an. Mal ganz ehrlich: Schon ein komisches Gefühl, zuhause in einer anderen Stadt zu spielen, oder?

Simon Rolfes: Ja, natürlich ist das eine Umstellung. Aber ich kenne das schon aus meiner Zeit in Aachen, wo wir damals ja im UEFA-Pokal in Köln gespielt haben. Das ist erst mal komisch, aber es kann eine sehr interessante und spannende Sache werden, wenn man da mit Freude herangeht.

Frage: Im Pokal gegen Cottbus: Das ist ein Gegner, den man sich nicht unbedingt wünscht.

Rolfes: Doch, das ist genau der richtige Gegner. Nach dem letzten Heimspiel der Hinrunde gegen Cottbus haben wir nämlich etwas gerade zu biegen. Wir hatten im Dezember vergangenen Jahres über weite Strecken kein gutes Spiel gemacht gegen sie, zwar dann mit der Brechstange das 1:0 erzielt, aber letztlich die Partie doch noch aus der Hand gegeben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir zeigen müssen, dass wir nämlich nun den nächsten Schritt machen und eben auch gegen solche Gegner wie Cottbus gewinnen.

Frage: Bayer 04 hat zum ersten Mal seit über sechs Jahren und 14 DFB-Pokalspielen erstmals wieder ein Heimspiel und die große Chance, ins Viertelfinale einzuziehen. Da muss doch jeder einzelne Spieler brennen vor Motivation!?

Rolfes: Tun wir auch, denn der DFB-Pokal hat in dieser Saison eine ganz besonders große Bedeutung für uns, weil er eben neben der Bundesliga der einzige Wettbewerb für uns ist. In den vergangenen Jahren hatten wir ja immer noch den UEFA-Pokal. Dementsprechend ist unsere Motivation auch unglaublich hoch, Runde für Runde weiter zu kommen. Die Erwartung und Zielsetzung ist ganz klar: Wir wollen gegen Cottbus eine Runde weiterkommen. Nichts anderes.