Zwischen 1987 und 1996 war er der Auftakt jeder neuen Spielzeit. Dann verschwand er 14 Jahre lang aus dem Terminkalender. Und jetzt ist er wieder da: der Supercup.

Am 7. August 2010 läutete die DFL mit dem Supercupspiel die neue Saison ein. Doublegewinner FC Bayern München traf in der impuls arena in Augsburg auf Vizemeister FC Schalke 04 und sicherte sich durch einen 2:0-Erfol den ersten Titel der Saison.

Erstmals seit 1996 fand in Deutschland wieder ein offizielles Duell zwischen dem amtierenden Deutschen Meister und dem Pokalsieger statt - da allerdings der FC Bayern in der abgelaufenen Spielzeit das "Double" holte, waren die "Knappen" als Zweiter der Bundesliga der Gegner.

Der Rekordmeister aus dem Süden der Republik war zum fünften Mal dabei , für die Gelsenkirchener war es dagegen eine Premiere. Der letzte Münchner Gewinn dieses Wettbewerbs lag zuvor exakt 20 Jahre zurück: 1990 siegte der FCB im Karlsruher Wildparkstadion mit 4:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

bundesliga.de präsentiert wissenswerte Fakten rund um die bisherigen zehn Supercupspiele.

  • Eingeführt wurde der Supercup 1987 mit der Partie Bayern München gegen den HSV (2:1). Negativer Höhepunkt dieser Partie war der Faustschlag von Torhüter Uli Stein gegen Jürgen Wegmann, der die Rote Karte des Hamburger Keepers zur Folge hatte.

  • Nur in zwei von zehn Spielen gelang es dem DFB-Pokalsieger, diesen Titel zu holen. 1989 gewann Borussia Dortmund (4:3) und 1994 Werder Bremen (3:1 n.V.) jeweils gegen den Meister aus München.

  • Werder Bremen mit seinem damaligen Trainer Otto Rehhagel ist mit drei Supercupsiegen (1988, 1993, 1994) der erfolgreichste Verein - gemeinsam mit Borussia Dortmund. Nur 1991 unterlagen die Hanseaten in Hannover dem 1. FC Kaiserslautern mit 1:3. Die "Schwarz-Gelben" aus dem Ruhrpott nahmen den Pokal 1989, 1995 und 1996 in Empfang.

  • Die letzten beiden Auflagen dieses Wettbewerbs gewann Borussia Dortmund. 1995 reichte das Tor von Abwehrchef Cesar zum 1:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach, ein Jahr später bewiesen die "Schwarz-Gelben" gegen die "Roten Teufel" Nervenstärke im Elfmeterschießen (4:3 n.E).

  • Drei der letzten vier Begegnungen gingen in die Verlängerung - zwei Mal ging es sogar ins Elfmeterschießen. Bremen (1993 gegen Leverkusen) und Dortmund (1996 gegen Kaiserslautern) die glücklichen Gewinner.

  • Beim Endspiel 1996 zwischen Dortmund und dem Kaiserlautern wurden im Elfmeterschießen fünf der zwölf Strafstöße vergeben. Stefan Reuter und Andreas Möller vergaben auf Borussen-Seite, Ratinho, Roger Lutz und Axel Roos scheiterten im Team der Pfälzer ebenso.

  • 1991 wurde aufgrund der Wiedervereinigung ein Halbfinale zwischen den Meistern aus Ost und West sowie den Pokalsiegern einmalig durchgeführt. Kaiserslautern schlug Hansa Rostock mit 2:1 und Bremen war gegen Eisenhüttenstadt mit 1:0 erfolgreich. Im Finale behielt der FCK die Oberhand (3:1) und feierte den bislang einzigen Erfolg im Supercup.

  • Rekordspieler im Supercup sind drei Bremer Akteure. Miroslav "Mirko" Votava, Oliver Reck und Ulrich Borowka waren jeweils fünf Mal im Einsatz, ihr ehemaliger Teamkollege Wynton Rufer ist der beste Torschütze (vier Tore).

  • Tore garantiert: Keine der bisherigen zehn Super-Cup-Auflagen endete mit einer Nullnummer.

  • Die torreichste Partie fand 1989 in Kaiserslautern statt. Der BVB konnte einen zweimaligen Rückstand noch drehen und am Ende 4:3 gegen Bayern gewinnen. Die wenigsten Treffer in einem Finale fielen 1995 beim 1:0 der Dortmunder über die "Fohlen".

  • Drei Akteure trafen in einem Finale doppelt ins Schwarze: Jürgen Wegmann (FCB), Günter Breitzke (BVB) und Jürgen Degen (FCK).

  • Der Zuschauerrekord bei Supercup-Spielen liegt bei 27.000 aus dem Jahr 1990. So viele Besucher wollten das Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern sehen, das nach 4:0- Halbzeitstand 4:1 endete. Dieser Wert könnte mit einer ausverkauften impuls arena jetzt überboten werden.

  • Auffällig: Vor allem in den Schlussminuten der Endspiele fielen in der regulären Spielzeit viele Tore. Zwischen der 86. und der 90. Minute durften die Zuschauer sechs Mal jubeln.