München - Er debütierte mit gerade einmal 17 Jahren in der Ekstraklasa, im selben Alter auch im polnischen A-Nationalteam: Mariusz Stepinski. Zur kommenden Saison hat sich der 1. FC Nürnberg die Dienste eines der hoffnungsvollsten polnischen Sturmtalente gesichert. bundesliga.de stellt den Youngster vor.

Mariusz Stepinski wurde am 12. Mai 1995 in der polnischen Kleinstadt Sieradz geboren, die etwa 60 Kilometer südwestlich von Lodz liegt. Bereits in jungen Jahren schnürte der Stürmer unweit seiner Heimatstadt die Fußballschuhe für Piast Blaszki. Über Pokon-Ekolog Zdunska Wola führte ihn sein Weg 2011 schließlich zum Erstligisten Widzew Lodz, bei dem er zunächst in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam.

Ein Traum geht in Erfüllung



Schon in der vergangenen Spielzeit 2012/13 avancierte er zum Stammspieler der Profimannschaft, kam dabei auf 25 Einsätze, fünf Tore und vier Assists. Schnell folgte der nächste Schritt für Stepinski, der in seinem Heimatland für viele Experten zu den derzeit drei größten Talenten zählt. Im Januar 2013 wurde er von Nationaltrainer Waldemar Fornalik zum ersten Mal für die polnische Nationalmannschaft nominiert. Prompt kam er zu seinem Debüt, als er in der 84. Spielminute in der Partie gegen Rumänien für Waldemar Sobota eingewechselt wurde.

Mit dem Wechsel zum "Club" und in die Bundesliga geht für den 18-Jährigen nun ein Traum in Erfüllung. Den Trainings- und Ligastart kann er schon jetzt gar nicht mehr erwarten. "1. FC Nürnberg - ich komme!" war kurz nach Bestätigung des Wechsels auf seiner Facebook-Seite zu lesen.

Bader: "Haben die Entwicklung schon längere Zeit verfolgt"



Nach den Verpflichtungen von Daniel Ginczek und Nick Weber, die beide von Borussia Dortmund ins Frankenland wechseln, ist Stepinski bereits der dritte offensive Neuzugang beim FCN. In diesem Mannschaftsteil hatten die Nürnberger auch am dringendsten Handlungsbedarf, schließlich sind die beiden Top-Torschützen Per Nilsson und Timmy Simons bekanntlich eher für defensive Aufgaben eingeteilt.

"Wir haben Mariusz Stepinskis Entwicklung schon längere Zeit verfolgt. Er ist vorne vielseitig einsetzbar und erhöht damit unsere Möglichkeiten in der Offensive", erklärte Sportvorstand Martin Bader den Transfer: "Er ist ein junger, vielversprechender Stürmer, der in Polen zu den größten Sturmhoffnungen zählt. Nicht umsonst hat er bereits mit 17 Jahren in der Ekstraklasa und der Nationalmannschaft debütiert."

Sebastian Dirschl