Hamburg – Nach der Verletzung von Heiko Westermann schlug beim Hamburger SV am Sonntag wieder die Stunde des Sommerneuzugangs Cleber Janderson Pereira Reis. Der Brasilianer kam gegen den 1. FSV Mainz 05 erst zu seinem vierten Bundesliga-Einsatz und ebnete mit seinem Premieren-Treffer den Weg zum 2:1-Erfolg der Hausherren.

„Vor dem Spiel war ich entspannt aber sehr konzentriert. Daher kommt auch immer mein ernster Blick. Aber erst ist die Arbeit dran und dann darf man Lächeln. Denn es gilt immer, zuerst einmal seinen Job zu erledigen“, erklärte Cleber Reis nach dem Schlusspfiff im Interview.

Frage: Cleber Reis, wie sieht es nach dem 2:1 gegen Mainz in Ihrer Gefühlswelt aus?

Cleber Reis: Ich bin wirklich dankbar, dabei gewesen zu sein. Das ich meinen Einsatz von Beginn an mit einem Tor krönen konnte und wir gewonnen haben, ist für mich das schönste Gefühl.

"Ich möchte noch eine Schippe drauflegen"

Frage: Wann hat Ihnen Trainer Joe Zinnbauer gesagt, dass Sie in der Startelf stehen?

Cleber: Ich habe heute im Hotel erfahren, dass ich spielen werde und habe mich natürlich sehr darüber gefreut. Aber ich darf jetzt nicht nachlassen, sondern muss in der kommenden Woche wieder arbeiten, arbeiten, arbeiten, damit ich auch in der nächsten Partie wieder die Chance bekomme, zu spielen. Da möchte ich dann noch einmal eine Schippe drauflegen.

Frage: Wie klappt die Abstimmung mit Abwehrchef Johan Djourou?

Cleber: Die Kommunikation mit Johan in der Innenverteidigung klappt schon ganz gut. Ich kann schon einige Schlüsselworte auf deutsch, wie "nach vorne", "nach hinten", "rechts", "links" oder "Abseits". Aber die Fußballsprache auf dem Rasen ist kein Geheimnis, sondern international.

Frage: Waren Sie vor dem Anpfiff nervös?

Cleber: Vor dem Spiel war ich entspannt aber sehr konzentriert. Daher kommt auch immer mein ernster Blick. Aber erst ist die Arbeit dran und dann darf man Lächeln. Denn es gilt immer, zuerst einmal seinen Job zu erledigen.

"Ich fahre nach Hause und lege mich ins Bett"

Frage: Und wie kamen Sie mit den Witterungsbedingungen zurecht?

Cleber: Mit der Kälte kam ich klar. Schlimm wird es, wenn die Temperatur auf Minus vier oder fünf Grad sinken und es anfängt zu schneien.

Frage: Werden Sie Ihren Jubeltag groß feiern?

Cleber: Jetzt fahre ich gleich nach Hause, lege mich ins Bett und entspanne. Denn morgen beginnt schon wieder die Vorbereitung auf das nächste Spiel.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis