Köln - Er ist die Tormaschine von Borussia Dortmund und hat in dieser Saison bereits eine Rekordserie aufgestellt: Als erster Spieler der Bundesliga-Historie hat Pierre-Emerick Aubameyang an den ersten acht Spieltagen immer getroffen! Und auch an den weiteren Spieltagen zeigte sich der BVB-Stürmer torhungrig. Die akrobatische Salto-Show des 26-Jährigen gehört mittlerweile zum Alltag der Bundesliga-Spieltage.

Aubameyang kam im Januar 2011 zunächst auf Leihbasis vom AC Mailand zum AS St. Etienne in die französische Liga. Damals wurde er von AS Saint-Etiennes Coach Christophe Galtier trainiert, der bei bundesliga.de über die Entwicklung des heutigen Bundesliga-Stars spricht.

Ein Spieler, der Tore sprechen lässt

In seiner ersten Saison bei den Franzosen erzielte Aubameyang nur zwei Tore in 14 Spielen.  "Auch wenn bis dahin nicht alles rund lief, sah ich beim Training, dass er in der Lage ist über 60 Meter mit dem Ball am Fuß zu marschieren." Auch heute ist der Gabuner für seine Schnelligkeit und die dadurch resultierenden gefährlichen Konter bekannt. So wurde er nach dem Leihgeschäft fest verpflichtet.

"Wir wussten allerdings nicht, ob er das Zeug dazu hat, Stammspieler zu werden. Er forderte aber eine Chance", erinnert sich sein ehemaliger Trainer. Und er bekam seine Chance. In der zweiten Saison ließ Aubameyang Taten folgen und traf in 36 Spielen 16 Mal! Auch das Vertrauen von Trainer Galtier hatte daran großen Anteil. "Viel Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hatte er nicht, als er zu uns kam. Das kam durch harte Arbeit während der Trainingseinheiten", so Galtier. "Wenn er etwas in einem Spiel nicht richtig gemacht hat, fragte er, wie er es ändern kann, um es beim nächsten Mal besser zu machen." Und er blieb konstant: In den darauffolgenden Saison traf er sogar 19 Mal für die Franzosen.

Durch die starke Entwicklung machte Aubameyang auf sich auch bei anderen Clubs auf sich aufmerksam – auch bei den Verantwortlichen von Borussia Dortmund. Der Bundesligist machte am Ende das Rennen um den Gabuner. Trainer Galtier hielt die Entscheidung für richtig: "Als ich wusste, dass der neue Club der BVB mit Trainer Jürgen Klopp sein sollte, wusste ich, dass er es verdient hatte und sich dort weiterhin verbessern kann. Er hat immer davon geträumt in der Champions League zu spielen. Und er ist bei einem Club, bei dem es möglich ist."

"Er erhellt die Kabine mit Lebensfreude"

"Ich war nicht enttäuscht, dass er gegangen ist, sondern eher voller Stolz, dass wir ihm zu dem Schritt verholfen haben. Aber ausschlaggebend war seine harte Arbeit. Es war aber dennoch traurig, dass er gegangen ist, weil er die Kabine mit seiner positiven Stimmung und Lebensfreude erhellt hat."

Beim BVB riss er die Herzen der Fans an sich. Nicht nur mit seiner positiven Stimmung: In der ersten Saison erzielte er für die Schwarz-Gelben 13 Treffer, in der zweiten 16. Und auch in dieser Saison ist er auf dem besten Weg, eine neue persönliche Bestmarke aufzustellen.

"Er wird jetzt nicht aufhören, er wird sogar noch besser werden, weil er ehrgeizig ist! Er gibt alles, um seine Ziele zu erreichen und er hat auch noch andere Fähigkeiten: Er ist ein echter Athlet und ist in der Lage, 50 Spiele pro Saison zu spielen. Er hat das Zeug dazu auf höchstem Niveau an der Spitze mitzuspielen. Er ist einfach ein echter Profi."