Turin - Über Dortmund nach Wembley: Präsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München würde im Halbfinale der Champions League am liebsten Borussia Dortmund ausschalten. "Ich glaube, sie sind schlagbar, schlagbarer jedenfalls als die Spanier. Wir wollen ins Endspiel - und Dortmund wäre der Gegner, gegen den wir die meisten Chancen hätten", sagte Hoeneß nach dem 2:0 (0:0) der Münchner im Viertelfinal-Rückspiel beim italienischen Meister Juventus Turin. Der Sieg brachte die Bayern zum dritten Mal seit 2010 in die Runde der letzten Vier.

Dort stehen neben den Münchnern, die zuletzt 2010 und 2012 das Endspiel erreicht und verloren hatten, und dem BVB die spanischen Clubs FC Barcelona mit Weltfußballer Lionel Messi und Real Madrid mit den Nationalspielern Sami Khedira und Mesut Özil. Die Auslosung für die Vorschlussrunde findet am Freitag (ab 11:30 Uhr im Live-Ticker) statt. Am 25. Mai steigt im Londoner Wembley-Stadion das Finale.

Hoeneß: Barca hat "Nimbus ein bisschen verloren"



Hoeneß sagte, am Tisch der Vereinsbosse beim Bankett in Turin habe die Meinung vorgeherrscht, Dortmund als Gegner im Halbfinale "wäre schön". Er halte den entthronten deutschen Meister nicht für stärker als Real oder Barcelona, fügte er an. Für Kapitän Philipp Lahm ist Barca, zuletzt 2011 Sieger, Favorit auf den Titel, "aber alle anderen sind nah dran". Laut Hoeneß haben die Katalanen, die sich nur mit Mühe gegen Paris St. Germain durchsetzten (2:2, 1:1), aber "ihren Nimbus ein bisschen verloren".

Stürmer Claudio Pizarro sagte, es sei der Zeitpunkt gekommen für eine Revanche gegen Dortmund, das den Bayern in den vergangenen beiden Jahren drei von vier nationalen Titeln weggeschnappt hatte. Und der brasilianische Bayern-Abwehrspieler Dante ergänzte: "Lieber nicht gegen Barcelona. Vielleicht Dortmund, weil dann sicher ist, dass eine deutsche Mannschaft ins Finale kommt. Das wäre schön für unser Land."