13. Mai 2006. Halbzeit. Es ist der 34. und letzte Spieltag der Saison. Der VfL Wolfsburg liegt im eigenen Stadion mit 0:1 in Rückstand. Gegen den 1. FC Kaiserslautern. Einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Eine Niederlage würde das Aus bedeuten. Was folgte, war Cedric Makiadis Durchbruch.

Klaus Augenthaler musste reagieren. Also brachte er den jungen Mittelfeldspieler zur zweiten Halbzeit. Eine riskante Entscheidung. Makiadi hatte erst 17 Bundesliga-Spiele in zwei Jahren auf dem Buckel. Wie an diesem Maitag auch wurde er die 16 Einsätze zuvor immer nur eingewechselt, ohne dabei je an einem Treffer direkt beteiligt gewesen zu sein.

Die 66. Minute

Doch dies sollte sich schnell ändern. Nach einem Einwurf von rechts von Juan Carlos Menseguez in der 66. Minute landete der Ball nach einer Kopfballstafette am Fünfmeterraum. Aus dem Hintergrund stürzte der damals 22-jährige Makiadi heran und schoss das Leder aus kurzer Distanz ins Netz. Ausgleich.

Nur drei Minuten später stürmte er auf rechts allein in den Sechzehner, verzögerte geschickt und passte dann genau in den Lauf des heranstürmenden Diego Klimowicz, der zum 2:1 traf. Die Partie endete 2:2-Unentschieden. Wolfsburg war gerettet und feierte seinen Helden Makiadi.

Von Lübeck nach Wolfsburg

Aber wer war, wer ist dieser Mann? In Kinshasa im Kongo geboren, kam Makiadi schon früh nach Deutschland. Über den Post SV Lübeck, den Eichholzer SV und den VfB Lübeck kam er 2002 zum VfL Wolfsburg.

Sein Bundesliga-Debüt gab er in der Saison 2004/05. Doch bis zum letzten Spieltag der Folgesaison blieb er weitestgehend unauffällig. All das hatte sich nun schlagartig geändert. Makiakdi war gesetzt, spielte in der Saison 2006/07 30 Mal für die "Wölfe". Doch der steile Aufstieg erlebte einen herben Dämpfer.

Keine Chance bei Magath

Unter Felix Magath fand das Nachwuchstalent keine Berücksichtigung. Und so ging er im Sommer 2008 zum MSV Duisburg in die 2. Bundesliga. Ein Schritt zurück, der für ihn einen Schritt nach vorne bedeuten sollte. 16 Mal traf er für die "Zebras" und mauserte sich zu einem der gefragtesten Spieler im Unterhaus.

Doch statt anschließend zum frisch gebackenen Deutschen Meister nach Wolfsburg zurückzukehren, zog es Makiadi nach Freiburg. Er suche eine neue Herausforderung, so der Spielmacher. Beim Sport-Club ist er ebenso gesetzt wie in Duisburg und einst in Wolfsburg. Dabei spielt er mal im Sturm, mal im Mittelfeld und ab und an wird er sogar als Außenverteidiger eingesetzt. Und nur allzu gern soll er hier auch der Mann für die wichtigen Tore sein.

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