Caiuby bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Zweikämpfe führen. Hier mit Bayerns Niklas Süle - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Adam Pretty
Caiuby bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Zweikämpfe führen. Hier mit Bayerns Niklas Süle - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Adam Pretty
Bundesliga

Caiuby vom FC Augsburg ist einer der heimlichen Helden der Saison

Köln - Würde man eine Umfrage unter Fußball-Fans starten, wer die besten Mittelfeldspieler der Bundesliga-Saison 2017/18 waren, dann würden mit Sicherheit Namen wie James Rodriguez, Marco Reus oder Leon Bailey fallen. Dass Caiuby vom FC Augsburg eher selten genannt würde, ist keine besonders gewagte Behauptung. Dabei hätte sich der Brasilianer eine Nennung verdient. Caiuby ist ein echter Topspieler, besonders in einer Kategorie: Zweikämpfe.

Fußballspieler aus Brasilien gelten im Allgemeinen als besonders trickreich, genial und bisweilen etwas verspielt. Dem Augsburger Caiuby kann man nicht absprechen, dass er mit dem Ball umgehen könnte - das beweist er im Video aus dem FCA Training unten - doch besonderen Glanz versprüht er auf dem Platz in anderen Bereichen. Er überzeugt mit großem Einsatz, ist viel unterwegs und wirft sich unermüdlich in die Zweikämpfe. Das tut er so oft wie kein anderer Spieler in der Bundesliga. Genau 1.000 Zweikämpfe hat Caiuby in der Saison 2017/18 geführt, an diesen Wert kommt sonst niemand ran. 50 Prozent der Zweikämpfe gewann er, für einen gelernten Offensivspieler ist das ein guter Wert.

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Video: Caiuby mischt die Liga auf

Kein Wunder, dass sich der 29-Jährige bei den Teilnehmern des Bundesliga Fantasy Managers längst vom Geheimtipp zum unverzichtbaren Stammspieler entwickelt hat. Caiuby holte in der abgelaufenen Spielzeit vor allem dank seiner vielen gewonnenen Zweikämpfe 302 Punkte. Das ist der zweitbeste Wert der Saison, nur Angreifer Robert Lewandowski vom FC Bayern München kam auf zwei Zähler mehr.

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Für Augsburg, das die Saison auf Platz zwölf beendete, ist Caiuby unverzichtbar. In 33 von 34 Saisonspielen stand er auf dem Platz. Nur eine Partie verpasst er aufgrund einer Gelbsperre. Seine Ausbeute vor dem Tor kann sich ebenfalls sehen lassen. Fünf Tore erzielte der Linksaußen selbst, sieben weitere bereitete er vor. Die Augsburger Fans lieben den Brasilianer, nennen ihn liebevoll "Kai-Uwe".

Auch sein Trainer Manuel Baum hält große Stücke auf ihn. Und er ist davon überzeugt, dass sich der Offensivmann noch verbessern kann. "Seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Das sehe ich unabhängig vom Alter", erklärte Baum im März gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Im Juli wird Caiuby 30. Man darf gespannt sein, ob Baum recht behält, und sein Schützling sich auch im fortgeschrittenen Fußballer-Alter noch verbessern kann. Dann ist der Name Caiuby im nächsten Jahr vielleicht schon vielen Fußball-Fans deutlich geläufiger als jetzt.

Tim Müller