Dortmund - Ousmane Dembélé ist die Entdeckung der Bundesliga-Saison 2016/17. Im letzten Sommer vom französischen Erstligisten Stade Rennes zu Borussia Dortmund gekommen, konnte der mittlerweile 20-Jährige auf Anhieb auf höchstem Niveau überzeugen. Dembélé bringt fußballerisch das gewisse Etwas mit und zeigt das Woche für Woche auch auf dem Platz.

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Seine Zahlen verraten bereits eine Menge über Dembélé: Sechs Tore und zwölf Torvorlagen in 32 Bundesliga-Einsätzen, eine Trefferbeteiligung je 113 Spielminuten - eine mehr als beeindruckende Bilanz in der Premierenspielzeit. Am Ende sprangen für den temporeichen Flügelspieler und seinen BVB der dritte Platz in der Bundesliga und der Triumph im DFB-Pokal heraus, sein erster Titel als professioneller Fußballspieler.

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Sofort angekommen

Bis zu seinem ersten Scorerpunkt in der Bundesliga benötigte Dembélé gerade einmal 116 Minuten. Gegen Darmstadt spielt er, ohne den Ball anzunehmen, einen schnittigen Pass von der linken Seite ins Zentrum, einlaufend vollendet Gonzalo Castro aus sieben Metern zentraler Position. Es war der Beginn der Jagd nach Toren und Vorlagen, in den nächsten beiden Partien folgten gleich ein Treffer in Wolfsburg und ein Assist gegen Freiburg. Da war es schon um die Dortmunder Anhänger geschehen - schnell war klar, dass Dembélé mehr ist als nur vielversprechend.

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Daran, dass Pierre-Emerick Aubameyang im Torjäger-Rennen mit Robert Lewandowski am Ende die Nase vorne hatte, war sein Offensivkollege nicht unbeteiligt. Das Auge für den Mitspieler zeichnet Dembélé genauso aus wie die Torgefahr, die er selbst ausstrahlt. In seiner ersten Saison für die Borussia sogar ein wenig mehr: Nur Emil Forsberg gab mehr Vorlagen als Dembélé. Die Mixtur aus Pass-, Flanken- und Abschlussstärke, die er mitbringt, ist in seiner Alterklasse durchaus eine Rarität.

Das Zeug zur Weltklasse

Dass Dembélé sein besonders Talent nicht nur ab und zu zeigt, sondern zuverlässig auf den Rasen trägt, zeichnet ihn weiter aus. In der Saison 2016/17 ist er im Spitzenfußball angekommen. Seine überzeugenden Leistungen im BVB-Trikot sorgten auch dafür, dass der in der Normandie geborene Außenbahnmann mittlerweile zur französischen Nationalmannschaft gehört. Am 2. Juni gab er in seinem sechsten Einsatz für die Équipe Tricolore in Rennes gegen Paraguay seinen ersten Assist, elf Tage später erzielte er in Paris gegen England sein erstes Länderspieltor - den 3:2-Siegtreffer.

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"Ousmane kann in der Offensive fast jede Position spielen. Er ist stark im Eins-gegen-Eins, beidfüßig, trickreich, schnell und torgefährlich", hatte Sportdirektor Michael Zorc im Mai 2016 angekündigt, als Dortmund den Dembélé-Transfer bekanntgab. Seine Stärken hat "Ous", wie ihn Fans und Mitspieler rufen, schnell umgesetzt. Dembélé ist die Entdeckung der Bundesliga-Saison 2016/17, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es für den 20-Jährigen noch eine ganze Menge zu entdecken.

Felix Tschon