Köln - Sportlich hat Borussia Dortmund in der Bundesliga schon bessere Zeiten erlebt. Der Platz im Tabellenkeller schlägt allen im Umfeld des Clubs aufs Gemüt. Aber es gibt im Leben wichtigere Dinge als Fußball. Mit tollen Aktionen in der Vorweihnachtszeit unterstreicht der BVB dies eindrucksvoll. Dafür gibt es zwar keine Punkte, aber zahlreiche glückliche Kinder. Und das ist viel mehr wert.

"leuchte auf" ist die Stiftung von Borussia Dortmund - und die macht ihrem Namen in der Vorweihnachtszeit alle Ehre. Die Stiftung sorgt bei sozial benachteiligten oder kranken Kinder für leuchtende Augen und strahlende Gesichter. Gemeinsam mit "Interaktion e.V." kümmert sich die Stiftung darum, dass 1.600 Weihnachtswünsche sozial benachteiligter Kinder in Erfüllung gehen.

BVB-Fans als Weihnachtsengel

Die Wunschzettel wurden von "Interaktion e.V." in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kitas, Kinderheimen und Hospizen gesammelt. Gut 600 dieser Wünsche hängen in BVB-gelben Umschlägen an den Weihnachtsbäumen aller Fanshops in Dortmund. BVB-Fans können sich einen der Briefe mitnehmen, das passende Geschenk einkaufen und im Fanshop angeben. Das Team von "leuchte auf" stellt im Anschluss sicher, dass die Geschenke auch beim richtigen Adressaten auf dem Gabentisch landen. Einzige Bedingung: Das Präsent darf nicht mehr als 25 Euro kosten.

Bereits im vergangenen Jahr stand ein solcher Wunschbaum auf der Geschäftsstelle der Borussia. 200 Träume erfüllten die Mitarbeiter des BVB damals. "Die Aktion kam so gut an, dass wir sie in diesem Jahr noch ausgebaut haben. Und obwohl noch bis Freitag Umschläge abgeholt werden können, kann ich schon jetzt sagen, dass die BVB-Fans alle Wünsche erfüllen werden", erklärt Marco Rühmann, Projektmanager CSR der Borussia.

"Herzensangelegenheit" für die BVB-Stars

Neben den vielen kleinen Träumen, die die Stiftung in Zusammenarbeit mit "Interaktion e.V." und den Dortmunder Fans erfüllt, durfte sich die Dortmunder Kinderklinik über einen Scheck mit ziemlich vielen Nullen freuen. 15.000 Euro überreichte Jürgen Klopp, Schirmherr der Spendenaktion für eine Kind gerechte Magnetresonanztherapie (MRT) in der Dortmunder Kinderklinik, im Namen von "leuchte auf". Und sein Team hatte er auch mit im Schlepptau.

"Das ist für uns alle hier eine Herzensangelegenheit. Der Wunsch, die kleinen Kinder zu besuchen, kommt aus der Mannschaft jedes Jahr von ganz alleine. Das erdet jeden einzelnen von uns und verdeutlicht, dass es noch wichtigere Dinge im Leben als den Fußball gibt", betont Sebastian Kehl, selbst Vater von zwei Kindern. Ein großer Zettel hängt aber noch am Weihnachtsbaum. "Drei Punkte gegen Hoffenheim" steht dort drauf. Jürgen Klopp und seine Jungs werden alles daran setzen, auch diesen Wunsch zu erfüllen.

Florian Reinecke