Dortmund - Die Euphorie um Borussia Dortmund ist neu entfacht, schon bevor der Meister und Pokalsieger am Mittwoch die Vorbereitung auf das Unternehmen Titelverteidigung begonnen hat. 97, 2 Prozent und damit 52.000 der Dauerkarteninhaber der vergangenen Saison haben ihr Abonnement für die neue Spielzeit verlängert. Für die 2.000 frei gewordenen Karten haben sich nicht weniger als 37.700 Bewerber auf eine Liste eingetragen.

Der westfälische Traditionsclub weiß, was er seinen Fans nach zwei Meisterschaften in Folge und dem Double im Mai schuldig ist. "Nachhaltigkeit" ist das dieser Tage von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke meistbenutzte Wort. Doch die Nachhaltigkeit will er nicht ausschließlich an Titeln gemessen wissen, sondern an weiterhin "ansehnlichem Fußball", wie er dem "kicker" verriet.

Trainingslager in Österreich und der Schweiz



Doch bis der BVB am 24. August mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen die 50. Bundesligasaison eröffnet, wird noch viel Schweiß fließen. Nach dem Trainingsauftakt wird sich der Borussen-Tross am Donnerstagmorgen in Richtung Österreich nach Kirchberg aufmachen. Das zweite Trainingslager wird ab dem 22. Juli in Bad Ragaz in der Schweiz stattfinden (Dortmunds Sommerfahrplan).

Dort werden auch die EM-Teilnehmer wieder zum Kader stoßen - die deutschen Nationalspieler Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Mario Götze, Ilkay Gündogan und Marco Reus, der Kroate Ivan Perisic und die Polen Jakub Blaszczykowski, Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek.

Hinter den Kulissen haben Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc bereits begonnen, die Strukturen für die kommende Jubiläums-Spielzeit zu schaffen. Die Fans werden sich nicht nur an die neuen Gesichter, sprich die Neuzugänge Reus (Gladbach), Julian Schieber (Stuttgart), Oliver Kirch (Kaiserslautern) und Leonardo Bittencourt (Cottbus), gewöhnen müssen, sondern auch an neue Rückennummern.

Götze bekommt die "10"



Die bedeutungsschwere Nummer "10" wird zum Beispiel künftig Nationalspieler Götze tragen, der bei der EM nur zu einem Elf-Minuten-Einsatz im Viertelfinale gegen Griechenland kam. Klopp will mit der magischen Fußballzahl das Selbstvertrauen seines Juwels stärken. Für den 20 Jahre alten Götze geht indes ein Wunsch in Erfüllung.

"In der Jugend habe ich nur damit gespielt. Klar ist das eine besondere Nummer, aber für mich bedeutet sie keine Belastung. Ich sehe die 10 eher als zusätzlichen Ansporn", wurde er in der "Bild" zitiert. Götzes bisherige "11" geht an den Nationalmannschafts-Kollegen Reus, der diese Nummer auch schon in Mönchengladbach auf dem Rücken trug.

Neben Reus gilt in der Vorbereitung das besondere Augenmerk dem Ex-Stuttgarter Schieber, der als Backup für Lewandowski anstelle des nach China abgewanderten Lucas Barrios fungieren soll. Via Facebook ließ Schieber wissen: "Der Verein setzt auf junge Spieler, spielt einen tollen Fußball, will auch in Zukunft richtig was bewegen - und hat einen Trainer, der begeistern und mitreißen kann. Das spürt man auch im direkten Gespräch mit ihm. Die Dortmunder befinden sich auf einem richtig, richtig guten Weg. Und ich habe nun die Möglichkeit, ihn mitzugehen." Start ist am Mittwoch.