Zusammenfassung

  • US-Amerikaner sind gleich alt und gut befreundet

  • Beide kennen sich seit ihrem 13. Lebensjahr

  • Am Donnerstag haben sie noch zusammen gefeiert, Samstag muss die Freundschaft ein paar Stunden ruhen

Köln - Christian Pulisic von Borussia Dortmund und Weston McKennie vom FC Schalke 04 sind abseits des Fußball-Platzes gute Freunde. Erst am Donnerstag feierten sie gemeinsam den US-Amerikanischen Feiertag "Thanksgiving". Im Derby muss die Freundschaft ruhen.

Die beiden 19-Jährigen trafen sich im Alter von 13 Jahren, als sie erstmals gemeinsam in der Junioren-Nationalmannschaft der USA aufliefen. Damals hätten sie wohl kaum zu träumen gewagt, dass sie beide nur sechs Jahre später zu zwei der heißesten US-Importe in der Bundesliga avancieren und in einem der wichtigsten Spiele des Jahres aufeinander treffen würden.

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Zwei heiße US-Amerikanische Bundesliga-Importe: Christian Pulisic und Weston McKennie
Zwei heiße US-Amerikanische Bundesliga-Importe: Christian Pulisic und Weston McKennie

"Das Momentum, mit dem wir in dieses Spiel gehen ist groß", sagt McKennie, der in dieser Saison acht Bundesliga-Spiele bestritten hat, vor dem Duell seiner Schalker beim Revierrivalen. In der Tat scheint die Favoritenrolle nach den erfolgreichen letzten Wochen, in denen Königsblau bis auf Rang zwei vorgestoßen ist, während der BVB von eben jenem Platz bis auf Rang fünf abgerutscht ist, beim Team aus Gelsenkirchen zu liegen.

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"Man kann wirklich nicht sagen, dass unsere Form momentan gut sei", sagt Pulisic demnach auch, wohl wissend, dass ein Sieg am Samstag schnell alles ändern könnte: "Wir müssen uns steigern. An diesem Wochenende ist der perfekte Zeitpunkt dafür." Pulisic wechselte 2015 in die Dortmunder Jugend, um nur ein Jahr später in die erste Mannschaft aufzusteigen und sein Bundesliga-Debüt zu geben. Seitdem hat er sich kontinuierlich gesteigert, ist zu einem immens wichtigen Baustein im Team von Peter Bosz herangewachsen.

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Vom Alter her liegen Pulisic und McKennie nur drei Monate auseinander, in der Bundesliga brauchte der Schalker etwas länger als der Dortmunder, um richtig zu zünden. Dafür verläuft seine Entwicklung, seitdem er im Mai sein Debüt für Schalke gab, ähnlich rasant wie bei seinem Freund aus dem Osten des Ruhrgebiets.

Gemeinsam an Thanksgiving

Und auch in der Nationalmannschaft der USA glänzen die beiden Kollegen. Pulisic ist schon unter Ex-Coach Jürgen Klinsmann zum festen Bestandteil des Teams herangewachsen, erzielte in der WM-Qualifikation, wo es am Ende leider nicht für das Ticket nach Russland reichte, beeindruckende 12 von 17 Toren der Amerikaner. McKennie wurde Anfang November gegen Portugal erstmals berufen - und avancierte mit seinem Treffer nach 21 Minuten sogleich zum drittjüngsten Torschützen im US-Nationalteam aller Zeiten.

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Christian Pulisic und Weston McKennie haben am amerikanischen Feiertag jede Menge Spaß
Christian Pulisic und Weston McKennie haben am amerikanischen Feiertag jede Menge Spaß © Weston McKennie

Klar, dass sich die beiden Youngster trotz der großen Rivalität ihrer Arbeitgeber außerhalb des Platzes exzellent verstehen. Erst am Donnerstag verbrachten sie "Thanksgiving" zusammen, wie in der Instagram-Story von McKennie zu sehen war. Traditionell mit jeder Menge Essen und viel guter Laune lachen beide in die Kamera. Spätesten Samstag um 15:30 Uhr wird diese gute Freundschaft dann für 90 Minuten ruhen.

Furioses Mittelfeld-Duell ist garantiert

"Ich freue mich wirklich auf das Derby gegen meinen "sogenannten" Freund Christian", witzelte McKennie vor dem Spiel. "Es ist ein tolles Gefühl, im Moment vor ihnen zu stehen. Gerade unsere Fans genießen das sehr." In der Tat könnte Schalke mit einem Sieg, es wäre der erste für S04 in Dortmund seit 2012, den Vorsprung in der Tabelle auf sechs Punkte ausbauen. Ein Machtwechsel im Revier, den die meisten Anhänger der Blau-Weißen noch vor wenigen Wochen kaum für möglich gehalten hätten. Egal wie das Spiel ausgehen wird, eins ist wohl schon heute sicher: Sollten Christian Pulisic und Weston McKennie spielen, steht den Zuschauern ein furioses, US-Duell im Mittelfeld bevor.

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