Dortmund - Maximilian Philipp verstärkt die Offensive von Borussia Dortmund. Beim BVB bekommt es der 23-Jährige, der in der abgelaufenen Spielzeit neun Tore für den SC Freiburg markierte und zwei Treffer vorbereitete, in der kommenden Saison mit hochkarätiger Konkurrenz zu tun. Durch seine Vielseitigkeit und entsprechend viele Einsatzmöglichkeiten in der Angriffsreihe bringt er aber beste Voraussetzungen mit, um sich auch beim Champions-League-Teilnehmer durchzusetzen.

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Es ist gar nicht leicht, Philipp als Fußballer mit wenigen Attributen zu beschreiben - weil sich sein Spiel durch so viele verschiedene Charakteristika auszeichnet. Der beidfüßige U21-Nationalspieler ist torgefährlich, zeitgleich enorm spielintelligent. Deshalb lief er beim Aufsteiger, der jetzt sensationell in der Qualfikation für die Europa League antritt, zumeist als hängende Spitze auf - einige Male aber auch als Rechtsaußen, als Linksaußen, als Mittelstürmer. In der Offensive kann "Mili", wie ihn seine Mitspieler rufen, jede Position bekleiden. Er ist flink, dabei ebenfalls technisch stark - im Grunde ein Komplettpaket, das bestens in das Kadergerüst Dortmunds passt.

Schritt für Schritt zum großen Glück

Philipp entstammt der Jugend von Hertha BSC, hat bis ins Alter von 14 Jahren das Trikot der Alten Dame getragen. Über Tennis Borussia Berlin und den FC Energie Cottbus kam er im Januar 2013 mit 18 Jahren in die U19 des Sport-Club, sechs Monate später rückte er in die zweite Mannschaft auf, ein weiteres Jahr später dann bereits ins Profiteam. Schon in der Saison 2014/15 absolvierte der gebürtige Berliner 24 Bundesliga-Einsätze für den SC. Eine Spielzeit später traf er in 31 Partien in der 2. Bundesliga für die Mannschaft von der Dreisam achtmal, gab zudem elf Assists. Im professionellen Fußball kam "Mili" da spätestens an, in der Bundesliga vollendete er diesen Schritt in den letzten Monaten.

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Hinter den Stürmern Florian Niederlechner und Nils Petersen war Philipp in der kürzlich beendeten Saison drittbester Freiburger Torschütze. Er gab 53 Torschüsse ab, legte 43 auf. Vor allem in der Rückrunde drehte der 1,83m-Mann auf - trotz einer Zwangspause durch einen Muskelfaserriss: In elf Spielen traf er viermal, bereitete ein Tor vor, holte zudem zwei Elfmeter heraus. Fouls zu ziehen ist eine weitere seiner Stärken, immer wieder war der Offensive einen Schritt vor seinen Gegenspielern am Ball, die ihn im Anschluss zu Fall brachten.

Torjäger und Vorbereiter

2016/17 zeichnete sich Philipp für neun Tore verantwortlich, verzeichnete zwei Assists. Vorher war es eigentlich stets andersherum. Schafft er es, seine Treffsicherheit mit dem Auge für den Teamkollegen zu verknüpfen, dürfte sein Spiel noch unberechenbarer für die gegnerischen Defensiven werden. Im offensiven Mittelfeld fühlt sich der Allrounder am heimischsten - antrittsschnell, dribbelstark, stets auf der Suche nach dem Eins-gegen-Eins. Zudem liegt ihm der Fernschuss: Drei Treffer erzielte er aus der Distanz, mehr nur Leipzigs Emil Forsberg und Ingolstadts Freistoßspezialist Markus Suttner.

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Seine Runden dreht Philipp nun für den BVB. Er geht den nächsten Schritt, auf dem von ihm stets zuverlässig gegangenen Karriereweg, dessen Ambition jetzt sicher eine neue Dimension bekommt. In Freiburg war sein Lieblingsort das Schwarzwaldstadion, wie er in einem Livechat der Badischen Zeitung im Februar dieses Jahres äußerte. Philipp erfüllt alle Voraussetzungen, damit sein Lieblingsort in Dortmund der Signal Iduna Park wird.

Felix Tschon