Köln – Für Borussia Dortmund und den FC Schalke 04 geht es am finalen Gruppenspieltag der Europa League am Donnerstagabend nur noch um den Gruppensieg, für die K.O.-Runde sind bereits beide qualifiziert. Der FC Augsburg braucht in Belgrad hingegen eine Meisterleistung, um noch weiterzukommen.

Dortmund hat es nicht mehr in der eigenen Hand

"Wir wollen unbedingt gegen PAOK Saloniki gewinnen, um vielleicht doch noch Erster zu werden", lautet die Vorgabe von Mittelfeldspieler Gonzalo Castro. Denn Platz eins in der Gruppe würde dem BVB bei der Auslosung am Montag im schweizerischen Nyon zuerst ein Auswärtsspiel und einen vermeintlich leichteren Gegner garantieren.

Durch die Niederlage gegen Krasnodar am vergangenen Spieltag hat Dortmund den direkten Vergleich mit den punktgleichen Russen bereits verloren und muss für den Gruppensieg nun hoffen, dass Krasnodar im Parallel-Spiel der Gruppe in Qäbälä nicht gewinnt. Die eigenen Hausaufgaben will man aber schon machen: "Es gilt, sich voll zu konzentrieren und alles zu investieren, um zu gewinnen", sagte Trainer Thomas Tuchel, der in der Trainingswoche eine "frische Mannschaft" registriert hat.  

Dabei müssen die Schwarz-Gelben ohne Ilkay Gündogan auskommen, der noch an Rückenbeschwerden laboriert, am Sonntag gegen Frankfurt aber wieder auf dem Platz stehen soll. Dafür stehen die zuletzt kranken Mats Hummels, Sokratis und Julian Weigl wieder zur Verfügung.

Auch Schalke muss gewinnen

Der FC Schalke 04 hat gegen Asteras Tripolis vor dem letzten Spiel in Gruppe K zwar mit zwei Punkten die Nase vorn, braucht in der griechischen Provinz jedoch einen Sieg, um sicher als Gruppensieger in die K.o.-Runde zu gehen. Der Konkurrent Sparta Prag, der zwei Punkte zurückliegt, ist beim Tabellenletzten APOEL Nikosia zu Gast und hat den direkten Vergleich gegen Schalke gewonnen. 

"Asteras Tripolis ist vor allem zu Hause schwer zu bespielen", warnte Johannes Geis, der den heutigen Gegner noch bestens aus Mainzer Zeiten in Erinnerung hat, als er mit seinem Ex-Club vor anderthalb Jahren gegen die Griechen in der Qualifikation zur Europa League scheiterte. Immerhin: Geis zeigte mit einer starken Vorstellung gegen Hannover am Wochenende nach seiner fünfwöchigen Rotsperre, wie wichtig er für die Königsblauen ist.

Augsburg braucht drei Tore

Weit weniger komfortabel sieht die Lage hingegen beim FC Augsburg aus. Im direkten Duell um den zweiten Platz in Gruppe L gegen Partizan Belgrad hilft der Mannschaft von Markus Weinzierl nur ein 3:1 oder ein besseres Ergebnis. Die Serben haben drei Punkte Vorsprung und das Hinspiel in Augsburg mit 3:1 gewonnen. Immerhin würde man bei einem Ausgleich des Ergebnisses aufgrund der besseren Tordifferenz doch noch in die K.o-Runde einziehen. "Wir wollen in diesem brutalen Endspiel das Unmögliche schaffen", betonte Dauerbrenner Daniel Baier vor der Partie.