Dortmund/Stuttgart - Drei Tage nach dem Derby-Sieg über Erzrivale Schalke 04 hat Jürgen Klopp seinen Vertrag verlängert. Besser könnte die Stimmung rund um Borussia Dortmund derzeit nicht sein. Mit der wichtigen Personalentscheidung hat der deutsche Vizemeister seine Fans auf den richtungweisenden Monat November eingestimmt.

Denn nach dem Heimspiel am Freitag gegen den VfB Stuttgart (ab 20 Uhr im Live-Ticker) stehen in den nächsten Wochen - ebenfalls im eigenen Stadion - die wichtigen Duelle in der Champions League am Mittwoch mit dem FC Arsenal und dem SSC Neapel (26. November) sowie das Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München (23. November) auf dem Plan.

Denkwürdiges 4:4 ist noch allgegenwärtig



Der BVB präsentiert sich in Top-Form, vor allem Nuri Sahin zählt seit Wochen zu den Leistungsträgern und stand bereits am 27. September 2008 auf dem Feld, als der BVB den letzten Heimsieg (3:0) über die Schwaben feierte.

Eine Niederlage und zuletzt vier Unentschieden in Folge weist die Statistik seither aus. Allerdings konnten die Borussen in den vergangenen zehn Jahren nur zwei Heimsiege gegen den VfB feiern. Einen weiteren Ausrutscher dürfen sich die Schwarz-Gelben nicht leisten, wollen sie zumindest den 2. Tabellenplatz behaupten und den vereinsinternen Rekord aus der Saison 2003/04 von sechs Heimsiegen in Serie einstellen.

Vor der Begegnung werden natürlich Erinnerungen an den 30. März 2012 wach, als beide Mannschaften in Dortmund mit einem 4:4 den Fans im Stadion und jenen an den Bildschirmen eine Vorstellung von allerhöchstem Unterhaltungswert boten. Auf einen nervenaufreibenden Fußball-Krimi würde Klopp am Freitagabend im bereits ausverkauften Signal Iduna Park gerne verzichten, obwohl er befürchtet, "dass es eng wird".

Leitner heiß auf Partie gegen Ex-Club



Im Kader der Borussia stand damals Moritz Leitner, der sich nach seiner Ausleihe zum VfB im Sommer bestens eingewöhnt hat und in Stuttgart zum Stammpersonal von Trainer Thomas Schneider gehört. Nach einer siebenwöchigen Verletzungspause (Knochenmark-Ödem) meldet sich der U21-Nationalspieler rechtzeitig zur Abreise ins Revier zurück.

"Das ist für mich ein besonderes Spiel, aber auch dort gibt es nur drei Punkte zu holen. Ich will wieder in die Startelf", wurde der 20-Jährige in den "Stuttgarter Nachrichten" zitiert. Außerdem ließ er wissen: "Von der Stadt her spricht mich Stuttgart mehr an, hier ist immer was los. In Dortmund lebt dagegen fast nur der Fußball." Sein mittelfristiges Ziel ist die Champions League - "mit dem VfB". Dort sieht Leitner derzeit auch seine sportliche Zukunft. Bis 2015 ist er noch ausgeliehen.

Für den VfB kommt die Partie beim Tabellenzweiten nach drei Unentschieden in Folge gerade recht. "An solchen Spielen in so einem Stadion und gegen solche Spieler kannst du nur wachsen", so Manager Fredi Bobic.



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